Bundeswehr-Soldaten gedenken mit Marsch in Schwerin der Gefallenen des Karfreitagsgefechts
In der Landeshauptstadt Schwerin findet am Gründonnerstag, dem 2. April, ein bewegender Gedenkmarsch statt, bei dem Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr an ihre gefallenen und verwundeten Kameraden erinnern. Diese jährliche Tradition, die auf eine Initiative von Afghanistan-Veteranen aus dem Jahr 2020 zurückgeht, gewinnt mit jedem Jahr an Bedeutung und Länge, um das Andenken an das schwerste Gefecht in der Geschichte der Bundeswehr wachzuhalten.
Symbolischer Marsch mit tiefgreifender Bedeutung
Der sogenannte 16K3-Marsch ist ein stark symbolträchtiges Ereignis, das direkt mit dem Karfreitagsgefecht vom 2. April 2010 in Afghanistan verbunden ist. An diesem Tag verloren drei Bundeswehrsoldaten ihr Leben, fünf weitere wurden verwundet, und sechs verbündete afghanische Soldaten kamen in den Kämpfen mit den Taliban ums Leben. Die Marschstrecke von 16 Kilometern und das getragene Gepäck von 16 Kilogramm stehen für die 16 Jahre, die seit diesem tragischen Ereignis vergangen sind. Das „K“ im Namen repräsentiert Karfreitag, während die „3“ für die drei gefallenen deutschen Soldaten steht.
Teilnehmer und Ablauf der Gedenkveranstaltung
An dem Marsch beteiligen sich knapp 50 Soldatinnen und Soldaten des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern, des Panzergrenadierbataillons 401 und des Logistikbataillons 142 aus Hagenow. Sie werden von Zivilangestellten des Schweriner Karrierecenters der Bundeswehr begleitet. Der Abmarsch erfolgt um 8 Uhr an der Werder-Kaserne in der Schweriner Werdervorstadt. Ein kurzes Stück der Route führt durch die Innenstadt, um die Präsenz und das Gedenken sichtbar zu machen. Hauptmann Henning Bannow, der im Landeskommando für die Veranstaltung verantwortlich ist, betont: „Wir möchten gesehen werden. Wir zeigen, dass wir das Gedenken an die Gefallenen in Ehren halten. Wir freuen uns, wenn sich Personen aus der Zivilgesellschaft dem Marsch anschließen.“
Flexibilität und Abschluss der Veranstaltung
Für Personen, die nicht darauf trainiert sind, 16 Kilogramm Gepäck über eine solche Distanz zu tragen, besteht die Möglichkeit, die Marschbedingungen individuell anzupassen. Dies ermöglicht eine breitere Beteiligung und unterstreicht den inklusiven Charakter der Gedenkveranstaltung. Den Abschluss bildet gegen 11 Uhr eine Andacht mit dem Standort-Seelsorger, Militärpfarrer Roland von Engelhardt, in der Werder-Kaserne. Diese spirituelle Komponente rundet das Gedenken ab und bietet Raum für Reflexion und Solidarität.
Der Marsch dient nicht nur der Erinnerung an die Vergangenheit, sondern auch der Stärkung des Zusammenhalts innerhalb der Bundeswehr und zwischen Militär und Zivilgesellschaft. Durch solche Veranstaltungen wird die Bedeutung des Dienstes und der Opfer, die Soldaten im Einsatz bringen, öffentlich gewürdigt und in das kollektive Bewusstsein gerückt.



