Seit der Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland vor rund zwei Jahren gewinnt die Prävention für Jugendliche zunehmend an Bedeutung. Im Nordosten wird dieses Thema nun mit einem innovativen Projekt weiter ausgebaut. Das Sozialministerium in Schwerin hat ein neues Aufklärungsprojekt vorgestellt, das sich speziell an Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klasse richtet.
Interaktive Aufgaben fördern Diskussion
Das Projekt basiert auf der Lösung verschiedener Rätsel und Aufgaben. Dabei werden die Jugendlichen mit unterschiedlichen Aussagen und Informationen rund um Cannabis konfrontiert. Ziel ist es, Gruppendiskussionen anzuregen und eine aufgeklärte Haltung zu fördern. Die Inhalte sind so gestaltet, dass sie die Schülerinnen und Schüler dazu anregen, sich kritisch mit dem Thema auseinanderzusetzen und eigene Standpunkte zu entwickeln.
Teilnahme und Kontakt
Schulen, die an dem Projekt interessiert sind, können sich direkt an die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen wenden. Diese bietet Unterstützung bei der Umsetzung und stellt die notwendigen Materialien zur Verfügung. Das Projekt ist Teil einer umfassenden Strategie zur Suchtprävention in Mecklenburg-Vorpommern.
Rechtlicher Hintergrund
Die Teillegalisierung von Cannabis gilt bundesweit seit dem 1. April 2024. Seitdem dürfen Volljährige Cannabis konsumieren und in begrenzten Mengen zu Hause für den Eigenbedarf anbauen. Dabei sind Abstände zu Spielplätzen und Schulen einzuhalten. Seit dem 1. Juli 2024 können Vereine Anträge auf den Anbau von Cannabis stellen. Diese gesetzlichen Regelungen machen eine gezielte Aufklärung junger Menschen umso wichtiger, um Risiken und Folgen des Konsums zu vermitteln.



