Schätze aus DDR-Zeiten: Fröhlcke Mühle in Woldegk soll neu belebt werden
DDR-Schätze in Woldegker Mühle: Stadt plant Neubelebung

Die Fröhlcke Mühle in Woldegk, auch als Seemühle bekannt, gleicht einer Zeitkapsel aus vergangenen Jahrzehnten. In den Räumen des imposanten Gebäudes und seiner Anbauten haben sich zahlreiche Gegenstände aus DDR-Zeiten erhalten, die das Leben früherer Generationen widerspiegeln. Die Stadt Woldegk, mittlerweile Eigentümerin des Ensembles, plant nun eine behutsame Neubelebung der historischen Anlage.

Einblicke in die Vergangenheit

Wer die Mühle betritt, fühlt sich in eine längst vergangene Ära zurückversetzt. In jeder Etage scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Das Mahlwerk wirkt auf den ersten Blick intakt, als könnte der Müller jederzeit zurückkehren und die Produktion wieder aufnehmen. Allerdings ist dies nicht geplant. Die Stadt hat andere Vorstellungen für die Zukunft des Gebäudes.

Bei einem Rundgang durch die Mühle, zu der auch ein Wohnhaus und ein Zwischenbau gehören, wird deutlich, dass dringend Ordnung geschaffen werden muss. Alte Möbelstücke, die einst die Müllerwohnung ausstatteten, stehen noch immer in den Räumen. Der Müller lebte dort mit seinen sieben Kindern im unteren Bereich der Seemühle.

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Schätze statt Sperrmüll

Die Räume der ehemaligen Müllerwohnung sind großzügig geschnitten, aber vollgestellt mit Gegenständen, die teilweise entrümpelt werden müssen. Dies sollte jedoch unter fachkundiger Aufsicht geschehen, denn in den Ecken, Schubladen und Regalen verbergen sich wahre Schätze, die auf keinen Fall auf dem Sperrmüll landen sollten. Dazu gehören ein völlig verstaubter Trabant 600, unzählige DDR-Kleinode, Sprelacart-Tische, alte gerahmte Fotos, Grabplatten, historisches Werkzeug und Holzbalken. Diese Gegenstände haben Potenzial für einen Flohmarkt, müssten jedoch zunächst gereinigt und aufbereitet werden.

Zukunftspläne: Heimatstube und Mühlenarchiv

Die Stadt hat konkrete Ideen für die künftige Nutzung des Seemühlen-Ensembles. So soll die Müllerwohnung wieder zu einer Wohnstätte umgestaltet werden. Jan Bauditz, Vorsitzender des Mühlenvereins Mecklenburg-Vorpommern, betont, dass dieser einzigartige Zustand bei der Planung einer Heimatstube berücksichtigt werden sollte. Im Mittelteil zwischen Mühle und Wohnhaus könnte eine Heimatstube eingerichtet werden, die die ehemalige Müllerwohnung integriert. Zudem wird erwogen, das Mühlenarchiv des Vereins dort unterzubringen.

Geschichte der Fröhlcke Mühle

Die Fröhlcke Mühle wurde 1888 erbaut und produzierte bis Anfang der 1960er Jahre. Danach diente sie nur noch als privates Wohngebäude. Die Seemühle ist eine runde Galerieholländermühle mit einem steinernen geteerten Rumpf und einer drehbaren geschweiften Haube. Im zweigeschossigen Unterbau und im Obergeschoss befand sich die Wohnung des Müllers. Später wurde zunächst ein Speicher angebaut, und in den 1940er Jahren entstand ein zweigeschossiges Wohnhaus. Dort sollen künftig zwei separat zugängliche Wohnungen entstehen.

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