Landkreis Vorpommern-Greifswald kündigt drei Straßensanierungen für 2026 an
Drei Straßensanierungen in Vorpommern-Greifswald für 2026

Drei Straßensanierungen im mittleren Peene- und Tollensetal geplant

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat für das Jahr 2026 gleich drei umfangreiche Straßensanierungsprojekte in der Region zwischen Loitz und Greifswald angekündigt. Die Maßnahmen betreffen die maroden Kreisstraßen VG8, VG103 und VG106, die seit Jahren als stark vernachlässigt gelten.

VG8: Sanierung schreitet schneller voran als geplant

Die Sanierung der Kreisstraße VG8 zwischen B194 und L261, ursprünglich für Mitte 2026 vorgesehen, beginnt bereits deutlich früher. Am Freitag, dem 27. März, findet der feierliche erste Spatenstich am Ortsausgang Sassen in Richtung Alt Pansow statt. Die VG8 ist mit ihren insgesamt gut 26 Kilometern zwischen Zarnekla und Grubenhagen die längste Fahrbahn in Trägerschaft des Landkreises, galt aber auch als eine der schlimmsten Straßen im ehemaligen Landkreis Demmin.

Nach jahrelanger Flickschusterei begann 2025 der grundhafte Ausbau des Abschnitts zwischen B194 und Sassen. Nun soll die Sanierung um weitere 2200 Meter bis zum Beginn des Gehweges in Klein Zetelvitz fortgesetzt werden. Die Ausbaubreite wurde mit 5,60 Metern festgelegt, wobei ähnliche Verfahren wie im Vorjahr angewendet werden sollen.

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Vollsperrungen und Umleitungen notwendig

„Aus Sicherheitsgründen erfolgen die Arbeiten unter Vollsperrung“, erläuterte Nele Hartleben von der Pressestelle des Landratsamtes. Die Sperrung gilt bereits ab Mittwoch, dem 25. März, aufgrund notwendiger bauvorbereitender Maßnahmen. Anwohner und Durchgangsverkehr müssen sich auf erhebliche Umwege einstellen, wobei die offizielle Umleitung über die L261 führt.

Für die Umsetzung des Projekts veranschlagen die Verantwortlichen etwa zwei Monate bei Baukosten von rund einer halben Million Euro.

Weitere Sanierungsprojekte für 2026

Neben der VG8 hat der Landkreis auch die Kreisstraße VG103 von Schmarsow Richtung Borgwall in seinen Bauplan für 2026 aufgenommen. Auf mehr als 1,5 Kilometern existiert dort noch immer das historische Kopfsteinpflaster, das sich stellenweise völlig deformiert und mit tiefen Dellen präsentiert. Die Herrichtung ist für die Zeit zwischen Juni und September geplant, betrifft zunächst aber nur etwa 700 Meter.

Parallel dazu soll sich der Landkreis der VG106 zwischen Broock und Neu Buchholz annehmen. Diese stark hangauf führende Direktverbindung war ursprünglich ein zu DDR-Zeiten errichteter Schwarzbau, der später rechtlich legitimiert wurde. Heute bei Einheimischen als „alter Milchweg“ bekannt, zeigt die Fahrbahn an einigen Punkten bereits Auflösungserscheinungen. Die Grunderneuerung ist von Juli bis Dezember 2026 geplant.

Langjährige Vernachlässigung wird behoben

Alle drei Straßen galten in der Region bisher als stark vernachlässigt. Die geplanten Sanierungen markieren daher einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur im mittleren Peene- und Tollensetal. Sämtliche Bauarbeiten werden mit Vollsperrungen einhergehen, was die Mobilität in der Region vorübergehend einschränken wird, aber langfristig zu deutlich besseren Fahrbedingungen führen soll.

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