Empörung in Daberkow: Unbekannte verwüsten Parkgelände mit Traktor-Spaßrallye
Empörung: Traktor-Spaßrallye verwüstet Gutshaus-Park

Große Empörung nach schlimmer Entdeckung: „Spaßrallye“ verwüstet Parkgelände am Gutshaus

In der Gemeinde Daberkow herrscht derzeit große Empörung und Unverständnis. Weite Teile des öffentlichen Parkgeländes am historischen Daberkower Gutshaus wurden durch tiefe Fahrspuren schwer verwüstet. Der Bürgermeister Thomas Kröchert spricht im Gespräch mit dem Nordkurier deutlich von einer Sauerei, die das Gemeindeleben empfindlich trifft.

Schockierende Entdeckung am Morgen

Gemeindearbeiter Horst Misterek traute seinen Augen nicht, als er Anfang der Woche morgens das Parkgelände am einstigen Gutshaus inspizierte. Der gerade von Eis und Schnee befreite Rasen wies plötzlich zahlreiche lange und tiefe Rillen auf, die sich durch das gesamte Areal zogen. Bei Tageslicht sieht das wirklich schlimm aus, erklärte Bürgermeister Kröchert bei der ersten Sitzung der Gemeindevertretung im Jahr 2026.

Traktor als mutmaßliches Werkzeug der Zerstörung

Den charakteristischen Reifenabdrücken nach zu urteilen, war vermutlich ein Traktor für die Verwüstung verantwortlich. Das Fahrzeug rollte oder rutschte über den aufgeweichten Untergrund und sackte dabei immer wieder stark ein. Statt des üblichen saftigen Grüns klafft nun an vielen Stellen dunkles Erdreich hervor. Besonders betroffen ist das Areal um die Spielgeräte im vorderen Bereich, doch die Spuren ziehen sich ebenso über das hintere Freigelände bis in den kleinen Wald am nahen Teich hinein.

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Aus Malheur wurde mutwillige „Spaßrallye“

Was Bürgermeister Kröchert besonders empört, ist der Umstand, dass es sich nicht um ein einfaches ungewolltes Malheur handelte. Die Spuren deuten darauf hin, dass der oder die Übeltäter aus der Situation eine Art Spaßrallye machten. Sie fuhren mehrmals hin und her, kreuzten das Gelände, wendeten und befuhren immer weitere Flächen. Den Spuren nach sind der oder die Übeltäter trotz des weichen Untergrundes an vielen Stellen gleich mehrmals umhergefahren, so die Beobachtungen vor Ort.

Gutshaus als wichtiger Gemeindetreffpunkt

Die Zerstörung trifft die Gemeinde besonders hart, da sie das Gelände um das verhältnismäßig schlichte Gutshaus in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Treffpunkt für alle Generationen entwickelt hatte. Das Gebäude dient als Wohn-, Sitzungs- und Veranstaltungsgebäude und wird besonders von Familien sowie bei Dorffesten stark frequentiert. Im Herbst 2020 wurde neben dem ehemaligen Gutshaus zudem ein neuer Spielplatz errichtet, der nun ebenfalls von den Verwüstungen betroffen ist.

Schadensbeseitigung und rechtliche Schritte

Natürlich werde der Schaden wieder beseitigt, stellte Thomas Kröchert klar. Vermutlich komme dabei eine Walze zum Planieren zum Einsatz. Aber bei dem Wetter jetzt können wir da erstmal gar nichts machen, das ist ja alles voller Modder, erklärte der Bürgermeister. Parallel dazu hat er bereits das Ordnungsamt der zuständigen Stadtverwaltung Jarmen kontaktiert und eine Anzeige auf den Weg gebracht – leider zunächst nur gegen Unbekannt.

Suche nach den Verantwortlichen

Wir werden natürlich versuchen, zu ermitteln, wer das war, so Kröchert. Er hofft auf zweckdienliche Hinweise aus der Bevölkerung, um die Anzeige namentlich konkretisieren zu können. Sollten die Verantwortlichen ermittelt werden, bestünde die Möglichkeit, Schadenersatz einzufordern. Dem Bürgermeister wäre es am liebsten, wenn der oder die Übeltäter das Malheur selbst beseitigen würden – notfalls auch heimlich.

Folgen für die Zukunft des Geländes

Letztlich dürfte dieser Vorfall überdies dafür sorgen, dass die Daberkower über eine neue Absperrung der Zufahrt in den Gutspark nachdenken. Bis vor wenigen Jahren existierte noch ein kleiner Zaun samt Tor neben dem Gutshaus, ein Erbe des dort untergebrachten Kindergartens aus DDR-Zeiten. Bei der Neugestaltung des Areals vor ein paar Jahren erfolgte jedoch seine Demontage, um alles offener und einladender zu gestalten. Diese Entscheidung könnte nun infolge der mutwilligen Zerstörung überdacht werden müssen.

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