Feuerwehr-Chef darf nach Suspendierung und Hausverbot offenbar zurückkehren
Feuerwehr-Chef darf nach Suspendierung zurückkehren

Neue Entwicklung in Feuerwehr-Affäre: Chef darf offenbar zurückkehren

In der Feuerwehr-Affäre in Friedland zeichnet sich eine überraschende Wende ab. Der bisher suspendierte Feuerwehr-Chef Stephan Drews darf offenbar wieder seinen ehrenamtlichen Dienst ausüben und das Feuerwehrhaus der Stadt betreten. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Norddeutschen Rundfunks hervor, der sich auf eine Entscheidung des Greifswalder Verwaltungsgerichts beruft.

Kein offizieller Bescheid, aber Informationen aus Feuerwehrkreisen

Auf Anfrage des Nordkuriers teilte Stephan Drews aus seinem Urlaub mit, dass er bisher noch keinen offiziellen Bescheid aus dem Friedländer Rathaus oder von einer anderen Behörde erhalten habe. „Offiziell habe ich noch nichts aus der Verwaltung erhalten“, sagte der Feuerwehrführer. Allerdings habe er aus Feuerwehrkreisen von der Entscheidung des Verwaltungsgerichts erfahren. „So wie meine Kameraden es mir erzählt haben, bin ich wieder in meinem Dienst“, erklärte Drews weiter. Wie genau es für ihn weitergeht, wisse er bisher nicht und erwarte noch weiterführende Informationen.

Vorgeschichte: Suspendierung und mehrfache Hausverbote

Die Affäre hatte Anfang Dezember begonnen, als Friedlands Bürgermeister Frank Nieswandt von der Partei Die Linke bekannt gab, dass er Stephan Drews vorläufig vom Dienst suspendiert habe und diesem das Feuerwehrgebäude vorerst nicht mehr betreten dürfe. In den folgenden Wochen erhielt der Orts- und Gemeindewehrführer von der Stadt Friedland insgesamt drei Bescheide, in denen eine Suspendierung sowie ein Hausverbot für die Gebäude der Feuerwehr immer wieder ausgesprochen wurden. Zwischenzeitlich war ein solcher Bescheid auch wieder zurückgezogen worden, doch nahezu parallel hatte Stephan Drews einen weiteren Verbots-Bescheid erhalten.

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Brandschutz laut Stadt jederzeit gewährleistet

Die Stadt Friedland hatte zuletzt betont, dass der Brandschutz sichergestellt sei. In einer Pressemitteilung aus dem Rathaus, die Anfang Februar veröffentlicht wurde, als Stephan Drews noch suspendiert war, hieß es: „Es bestehen derzeit keine Einschränkungen der Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Friedland“. Der Amtswehrführer habe festgestellt, dass „der Brandschutz der Stadt Friedland jederzeit gewährleistet ist“.

Unruhe in der Feuerwehr

Nach Auskunft mehrerer Feuerwehrleute, die sich an den Nordkurier gewandt hatten, fehlte Stephan Drews zuletzt an allen Ecken und Enden. Einige Kameraden hätten sogar überlegt, sich beurlauben zu lassen, „bis dieser Streit beendet ist“. Die anhaltende Unsicherheit und die wechselnden Bescheide hatten offenbar für erhebliche Unruhe in der Freiwilligen Feuerwehr gesorgt.

Die nun bekannt gewordene Entscheidung des Greifswalder Verwaltungsgerichts könnte die langwierige Auseinandersetzung möglicherweise beenden und Stephan Drews die Rückkehr in sein Amt ermöglichen. Allerdings steht noch der offizielle Bescheid der Stadtverwaltung aus, der die genauen Rahmenbedingungen für die Rückkehr des Feuerwehr-Chefs klären soll.

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