Feuerwehr-Streit eskaliert: Kreiswehrführer Drews droht Abwahl nach schmutziger Kampagne
Nach einem monatelangen Kampf um seinen Posten als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Friedland steht Stephan Drews erneut vor einer beruflichen Herausforderung. Diesmal könnte ihm sein Amt als Kreiswehrführer der Mecklenburgischen Seenplatte entzogen werden. Ein Abwahlantrag wurde für die anstehende Sitzung des Kreisfeuerwehrverbandes am 21. März eingereicht, wie der NDR zuerst berichtete.
Vorgänger mischt sich trotz Umzugs ein
Der Antrag geht auf den ehemaligen Kreiswehrführer Norbert Rieger zurück, der laut Stephan Drews selbst nicht mehr im Landkreis wohnt. Nachdem Rieger sein Amt abgegeben hatte, sei er in den Landkreis Nordwestmecklenburg gezogen. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass jemand, der gar nicht mehr da ist, in unsere Verbandsarbeit grätscht“, erklärt Drews verärgert. Für ihn handelt es sich um eine „schmutzige Kampagne gegen das Ehrenamt“.
Kein Gespräch und unprofessionelle Vorwürfe
Besonders kränkend findet Drews, dass es niemals zu einem direkten Gespräch mit seinem Vorgänger kam. Stattdessen erhob Rieger in einer E-Mail zahlreiche Vorwürfe gegen ihn. „Mich hat die Mail einfach nur sprachlos gemacht. Das von jemandem, der selber Kreiswehrführer war, ist völlig unprofessionell“, so der aktuelle Kreiswehrführer. Drews betont, dass er das Amt in schwierigen Zeiten übernommen habe und alles daran setze, den Verband wieder auf Kurs zu bringen.
Hintergrund der monatelangen Unstimmigkeiten
Der Abwahlantrag basiert laut NDR auf den anhaltenden Unstimmigkeiten zwischen der Stadt Friedland und der Freiwilligen Feuerwehr Friedland. Stephan Drews musste zuvor über mehrere Monate um seine Position als Wehrführer in Friedland kämpfen, bevor er diese endlich wieder einnehmen konnte. Nun sieht er sich erneut mit beruflichen Unsicherheiten konfrontiert, was für den engagierten Ehrenamtler eine besonders frustrierende Situation darstellt.
Die anstehende Sitzung des Kreisfeuerwehrverbandes am 21. März wird entscheiden, ob Stephan Drews sein Amt als Kreiswehrführer behalten kann oder ob die „schmutzige Kampagne“, wie er sie nennt, Erfolg haben wird. Die Entwicklung beobachtet die Feuerwehr-Community in Mecklenburg-Vorpommern mit großer Aufmerksamkeit.



