Tauwetter und Eisboden: Feuerwehren in Vorpommern rüsten sich für Überschwemmungen
Feuerwehren in Vorpommern rüsten sich für Tauwetter-Folgen

Tauwetter trifft auf gefrorene Böden: Feuerwehren in Vorpommern im Bereitschaftsmodus

Wenn frühlingshafte Temperaturen auf eiskalte Böden treffen, stehen die Feuerwehren in vielen Teilen Vorpommerns vor einer besonderen Herausforderung. Das Schmelzwasser kann nicht versickern und führt zu lokalen Überflutungen von Gehöften, Häusern und Straßen. Während einige Wehren bereits im Vorfeld aktiv werden, beobachten andere die Entwicklung zunächst gelassen.

Spantekow bereitet sich mit Sandsäcken und Vorräten vor

In Spantekow hat die Feuerwehr unter Wehrführer André Dietmann bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. Nach einem 48-stündigen Dauereinsatz in der vergangenen Woche, bei dem die Einsatzkräfte an ihre Belastungsgrenzen kamen, bereitet man sich nun auf das anstehende Tau-Wochenende vor. Am Freitag wurden Sandsäcke befüllt, Vorräte für die Versorgung der Kameraden eingekauft und die Fahrzeuge nachgetankt und einsatzbereit gemacht. Dietmann schätzt die Situation als potenziell kritisch ein und betont, dass die vergangenen Einsätze bereits grenzwertig waren.

Gelassenheit in anderen Gemeinden des Amtes Anklam-Land

Anders sieht es in einigen benachbarten Gemeinden aus. Ronny Krüger, Amtswehrführer im Amt Züssow, berichtet, dass die Überschwemmungen nördlich der Peene zuletzt nicht so massiv aufgetreten sind wie in Spantekow. Es gab lediglich einzelne Einsätze, etwa in Klein Bünzow oder Menzlin, aber keine flächendeckenden Überflutungen. Daher sind dort aktuell keine besonderen Vorbereitungsmaßnahmen geplant. Auch in anderen Gemeinden des Amtes Anklam-Land, die zwar von Überflutungen betroffen waren, aber nicht im gleichen Ausmaß wie Spantekow, herrscht eine ähnlich entspannte Haltung.

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Einsatzleitstelle in normaler Besetzung und Bereitschaft

Die Einsatzleitstelle des Landkreises verzeichnet keine außergewöhnlichen Vorbereitungen auf das anstehende Tauwetter. Sie ist ohnehin rund um die Uhr besetzt, und der Notruf 112 ist jederzeit erreichbar. In der vergangenen Woche konnten innerhalb weniger Stunden 62 Einsätze zu Überflutungen bewältigt werden, ohne dass es zu einer Großlage kam. Die Experten gehen davon aus, dass Schmelzwasser-Überflutungen eher punktuell auftreten und kein vergleichbares Ausmaß wie bei einem Hochwasser erreichen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Feuerwehren in Vorpommern unterschiedlich auf die Wetterlage reagieren: Während Spantekow vorsorglich handelt, vertrauen andere auf ihre routinemäßige Einsatzbereitschaft. Die kommenden Regentage werden zeigen, ob die Vorbereitungen ausreichen oder ob weitere Einsätze notwendig werden.

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