Erste Gadebuscher Eisbahn begeistert Hunderte Besucher bei frostigem Wintervergnügen
Ein lang anhaltender Frost hat in Gadebusch für ein besonderes Wintervergnügen gesorgt. Auf der Waldbühne der Stadt verwandelte sich erstmals eine große Fläche in eine funktionierende Schlittschuhbahn, die über zwei Wochen hinweg Hunderte von Besuchern anzog. Initiiert wurde dieses Projekt vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch, der mit dieser Aktion Neuland betrat und auf positive Resonanz stieß.
Frostige Inspiration führt zu erfolgreichem Gemeinschaftsprojekt
Die Idee zur Eisbahn entstand durch die anhaltenden Minustemperaturen, die den Vorsitzenden des Fördervereins, Michael Harting, auf einen kreativen Gedanken brachten. „Warum nicht mal etwas Neues ausprobieren und eine Schlittschuhbahn entstehen lassen“, erklärte der 43-Jährige. Mit dieser Initiative wollte der Verein der Bevölkerung ein besonderes Wintererlebnis bieten und gleichzeitig die Gemeinschaft stärken. Die Vorbereitungen umfassten das Aufbringen von Wasser auf einer großen Fläche, das durch den Frost zu einer stabilen Eisdecke gefror.
Die Eröffnung der Eisbahn fiel genau in den Start der Winterferien und wurde mit einem festlichen Event begangen. Musik und spezielle Beleuchtung schufen eine stimmungsvolle Atmosphäre, die zahlreiche Schlittschuhfans anlockte. Besonders in der ersten Ferienwoche herrschte reger Betrieb auf der Bahn, wo Groß und Klein das Gleiten auf dem Eis ausprobieren konnten. Die Besucher kamen gut vorbereitet mit entsprechender Ausrüstung wie Handschuhen, Mützen und Kniepolstern, was zu einer sicheren Umgebung beitrug.
Herausforderungen und positive Bilanz trotz Wetterkapriolen
In der zweiten Ferienwoche stellten sich jedoch einige Herausforderungen ein. Durch die Nutzung und schwankende Temperaturen bildeten sich Löcher im Eis, und Regenfälle erschwerten die Bedingungen. „Es kamen immer mehr Löcher in das Eis. Auch taute es tagsüber. Wir haben versucht, den Schnee herunterzuschieben und dann noch einmal Wasser aufzubringen, doch viel genutzt hat es nicht“, berichtete Michael Harting. Trotz dieser Widrigkeiten blieb die Stimmung positiv, und der Verein verzeichnete keine schwerwiegenden Unfälle, was auf die Erfahrung und Vorsicht der Besucher zurückzuführen war.
Die Bilanz fällt dennoch durchweg erfreulich aus. Harting zeigte sich zufrieden mit der Resonanz und betonte, dass das vorhandene Material eine Wiederholung im nächsten Jahr ermöglicht, falls die Wetterbedingungen es zulassen. „Wann hat man schon mal solch eine lange Frostperiode bei uns? Sollte es im kommenden Jahr erneut so lange kalt bleiben, spricht nichts dagegen, die Eisbahn erneut aufzubauen“, so der Vereinsvorsitzende. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Rückbau, bei dem die Begrenzungen entfernt und die Folie sorgfältig zusammengelegt wird, um sie für eine mögliche zukünftige Nutzung zu erhalten.
Ausblick auf mögliche Fortsetzung des winterlichen Highlights
Dieses Projekt hat nicht nur den Besuchern Freude bereitet, sondern auch den Veranstaltern gezeigt, wie solche Initiativen die Gemeinschaft bereichern können. Die erfolgreiche Umsetzung unterstreicht das Engagement des Fördervereins und die Bereitschaft, innovative Wege zu gehen. Mit Blick auf die Zukunft könnte die Gadebuscher Eisbahn zu einem regelmäßigen Winterhighlight werden, das die Region bereichert und den Zusammenhalt stärkt. Die positiven Erfahrungen und die vorhandene Infrastruktur bilden eine solide Basis für weitere frostige Vergnügen in den kommenden Jahren.



