Katzenhaus in Gnoien verliert Gartenparadies: Stadt kündigt Pachtvertrag für Mieze-Garten
Gnoien: Katzenhaus verliert Gartenparadies nach Kündigung

Katzenhaus in Gnoien verliert Gartenparadies: Stadt kündigt Pachtvertrag für Mieze-Garten

Seit 2017 bieten zwei Gartengrundstücke an der Warbel in der Gnoiener Mühlenstraße herrenlosen und streunenden Katzen ein sicheres Zuhause. Doch dieses kleine Paradies am Stadtrand steht nun vor dem Aus. Die Stadt Gnoien hat dem Verein „Katzenhaus“ die Pacht für die Flächen gekündigt, was die Katzenfreunde vor ein massives Problem stellt. Ohne eine sofortige Alternative droht den Tieren die Obdachlosigkeit.

Kündigung ohne Alternative: Verein steht vor der Herausforderung

Gabriele Lenkeit, die Vorsitzende des Katzenhaus-Vereins, berichtet von der plötzlichen Nachricht: „Ohne eine Alternative anzubieten. Einfach nur: Ihr müsst weg.“ Der städtische Ausschuss für Ordnung, Umwelt und Verkehr beschloss, den Pachtvertrag zum Jahresende zu kündigen. Bürgermeister Lars Schwarz (CDU) bestätigte dies und betonte, dass er Lenkeit kontaktiert und Unterstützung bei der Suche nach einer Ersatzlösung angeboten habe. Dennoch bleibt die Situation prekär, da der Verein bis Ende des Jahres ein neues Grundstück finden muss.

Beschwerden von Anwohnern als Auslöser

Die Kündigung kommt nicht überraschend. Bereits im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Beschwerden von Anwohnern, die sich durch die Katzen gestört fühlten. Kritikpunkte umfassen Katzen, die auf Autodächer klettern, auf Gehwegen gefüttert werden, unangenehme Gerüche hinterlassen oder in Wohnhäuser eindringen. Bürgermeister Schwarz erklärte, dass der Ausschuss mit der Kündigung auf diese anhaltenden Probleme reagiert habe. Die Situation habe sich seitdem nicht wesentlich gebessert, was die Entscheidung der Stadt untermauert.

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Mieze-Garten als sozialer Treffpunkt

Der Mieze-Garten war mehr als nur ein Rückzugsort für Katzen. Er diente als lebendiger Treffpunkt, wo Sommerfeste stattfanden und Schulgruppen sowie Kindergartenkinder vorbeikamen, um die Tiere zu streicheln und mehr über ihre Eigenarten zu lernen. In zwei gemütlichen Gartenhäuschen fanden die Katzen Unterschlupf und genossen sonnige Plätzchen. Lenkeit betont die Bedeutung dieses Ortes: „Wir hatten hier ein Sommerfest, wir hatten Schulgruppen und Kindergartenkinder, die zum Katzenstreicheln vorbeikamen.“ Der Verlust dieses Areals trifft daher nicht nur die Tiere, sondern auch die Gemeinschaft.

Suche nach einer neuen Heimat

Mit der schriftlichen Kündigung in der Hand sucht der Verein nun dringend nach einem Ersatzgrundstück am Stadtrand oder im Umfeld von Gnoien. Lenkeit hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den Katzen eine ähnlich idyllische Umgebung wie am Haferland bieten zu können. Bis zum Jahresende bleibt etwas Zeit, doch der Druck ist hoch. Viele Katzen werden wohl weiter versuchen, in ihren gewohnten Garten zurückzukehren, was die Konflikte mit Anwohnern möglicherweise verschärfen könnte.

Die Zukunft des Katzenhauses und seiner Schützlinge hängt nun von der erfolgreichen Suche nach einer neuen Lösung ab. Ohne schnelle Maßnahmen droht den Streunerkatzen der Verlust ihres kleinen Paradieses.

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