Jugendweihe in Gadebusch: Über 130 Jugendliche feiern traditionellen Übergangsritus
Jugendweihe in Gadebusch: Traditioneller Ritus für 130 Jugendliche

Feierliche Jugendweihe im Gadebuscher Gymnasium

Im festlich geschmückten Foyer des Gadebuscher Gymnasiums erklang schwungvolle Musik der Band Tramper, als sich mehr als 130 festlich gekleidete 14-jährige Mädchen und Jungen ihren Weg durch die Reihen ihrer Familien bahnten. Die Jugendweihe 2026 fand unter der erstmaligen Organisation von Regionalleiterin Leonie Schmidt statt, die für den Jugendweiheverein Mecklenburg-Vorpommern in Nordwestmecklenburg verantwortlich zeichnete.

Erster Auftritt als Hauptorganisatorin

Für Leonie Schmidt aus Wismar war dies der erste Einsatz als alleinverantwortliche Regionalleiterin. „Ich helfe dem Jugendweiheverein schon seit sechs Jahren ehrenamtlich. Für mich war lediglich neu, dass ich nun alleine für die Organisation verantwortlich war“, erklärte die junge Frau, die trotz der neuen Aufgabe keinerlei Lampenfieber verspürte. Die Veranstaltung verlief nach ihren Angaben völlig pannenfrei und genau nach Plan.

Bürgermeister gibt Lebensratschläge

Gadebuschs Bürgermeister Arne Schlien begleitete die Siebt- und Achtklässler aus Gadebusch, Lützow und Rehna an ihrem besonderen Tag. In seiner Festrede gab er den Jugendlichen nach der Übergabe der Jugendweiheurkunden wertvolle Ratschläge mit auf den Weg. „Ihr werdet sehen, dass man von euch nun tatsächlich mehr erwartet, aber auch, dass nicht alles gleich in die Tat umzusetzen ist“, sagte das Stadtoberhaupt. Mit einem Augenzwinkern mahnte er: „Ein Schluck Alkohol ist ok. Das ist Tradition, aber bitte schießt euch nicht mit Alkohol ab. Das könnt ihr noch viel später machen.“

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Gespannte Erwartung der Jugendlichen

Die festlich gekleideten Jugendlichen warteten mit sichtlicher Anspannung auf die offizielle Zeremonie. Die Aufregung legte sich jedoch spätestens, als Bürgermeister Schlien die Urkunden überreichte und seine persönlichen Worte an die jungen Menschen richtete. Die Familienangehörigen verfolgten den feierlichen Akt mit großer Anteilnahme.

Weitere Termine und Aufruf zur Jugendarbeit

Für Leonie Schmidt bleibt nach der erfolgreichen Premiere nur kurz Zeit zum Durchschnaufen. Bereits am kommenden Sonnabend, dem 18. April, finden zwei weitere Jugendweihen im Gadebuscher Gymnasium statt. Die Regionalleiterin nutzte die Gelegenheit für einen Appell an die Jugendlichen: „Bitte nehmt die offenen Jugendarbeitsangebote mehr und besser an. Es sind wirklich tolle Sachen dabei und alles ist kostenlos.“ Informationen zu den Jugendweihen im Land und den Angeboten des Vereins sind online unter jugendweihemv.de verfügbar.

Die Jugendweihe, ein traditioneller Übergangsritus aus DDR-Zeiten, erfreut sich in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin großer Beliebtheit. Die feierliche Zeremonie markiert für die 14-Jährigen den Eintritt ins Jugendalter und wird von vielen Familien als wichtiger Lebensabschnitt gefeiert.

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