Ministerium bestätigt: Keine Rettungsaktionen mehr für gestrandeten Wal vor Poel
Keine Rettung für Wal vor Poel - Ministerium bestätigt

Ministerium bekräftigt: Keine Rettungsaktionen für gestrandeten Wal vor Insel Poel

Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern hat seine Entscheidung bekräftigt, den in einer Bucht vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal weiterhin in Ruhe zu lassen. Nach einer ausführlichen Lagebesprechung am Freitagvormittag teilte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur mit, dass aus Gründen des Tierwohls weiterhin keine Rettungsversuche unternommen werden sollen.

Schutzzone und Ablehnung privater Rettungsangebote

Die Behörden haben eine 500-Meter-Schutzzone um den im flachen Ostseewasser liegenden Wal eingerichtet, die strikt nicht befahren werden darf. Mit Blick auf ein konkretes Angebot von privater Seite, das Tier freibaggern zu wollen, erklärte der Sprecher deutlich: „Es wird keine Genehmigung dafür geben.“ Die Begründung: „Man würde das Tier nur weiterem Stress aussetzen und müsste davon ausgehen, dass es bei nächster Gelegenheit wieder strandet.“

Wal befindet sich im Sterbeprozess

Fachleuten zufolge liegt der Buckelwal im Sterben. Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland bestätigte, dass das Tier nicht mehr auf Boote reagiere – ein klares Anzeichen für den fortgeschrittenen Sterbeprozess. Diese Einschätzung wird durch ein wissenschaftliches Gutachten gestützt, auf dessen Basis Umweltminister Till Backhaus (SPD) bereits am Dienstag die Entscheidung traf, den Wal in Ruhe sterben zu lassen.

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Internationale Unterstützung für die Entscheidung

Die umstrittene Entscheidung des Ministeriums erfährt auch internationale Rückendeckung. Das International Whaling Commission Strandings Expert Panel (IWC SEP) unterstützt den Kurs und betont, dass weitere Rettungsversuche das Leiden des Tieres nur unnötig verlängern würden. Trotz zahlreicher Vorschläge und Diskussionen im Netz, wie der Wal möglicherweise gerettet werden könnte, bleiben die Behörden bei ihrer Haltung: Das Wohl des Tieres steht im Vordergrund, und jede Intervention würde mehr schaden als nützen.

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