Kooperation rettet Demminer Laden: Zwei Frauen geben dem 'Zauberfaden' neuen Schwung
Kooperation rettet Demminer Laden 'Zauberfaden'

Kreative Rettungsaktion: Zwei Unternehmerinnen beleben Demminer Geschäft

Was als drohende Schließung begann, entwickelt sich nun zu einer inspirierenden Erfolgsgeschichte in Demmin. Der Laden "Zauberfaden" in der Treptower Straße erhält durch eine ungewöhnliche Kooperation frischen Schwung und erweitert sein Angebot deutlich.

Vom Tief zum Aufschwung: Eine Geschichte der Beharrlichkeit

Susann Jamm, die 35-jährige Betreiberin des "Zauberfadens", stand vor einem Jahr kurz vor der endgültigen Schließung ihres Geschäftes für Stoffe, Handmade-Kleidung und Dekoration. "Ich will nicht aufgeben, also musste ein Plan C her", erklärt die entschlossene Unternehmerin rückblickend. Statt das Handtuch zu werfen, begann sie mit Nähkursen für Kinder – eine Entscheidung, die den Grundstein für die heutige Erfolgsgeschichte legte.

Parallel dazu entwickelte Jutta Meier aus Stavenhagen ihre kreativen Ambitionen weiter. Die 59-jährige Handarbeits-Expertin betreibt in ihrer Heimatstadt eine kleine Nähwerkstatt, veranstaltet Kreativ-Picknicks in ihrem Garten und widmet sich leidenschaftlich dem Stricken und Häkeln. Durch einen glücklichen Zufall – eine Bekannte erzählte ihr vom "Zauberfaden" in Demmin – kamen beide Frauen ins Gespräch.

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Symbiose der Kreativität: Wie aus zwei Einzelkämpferinnen ein Team wurde

"Die Chemie zwischen uns hat sofort gestimmt", berichtet Jutta Meier über die erste Begegnung mit Susann Jamm. Aus dieser spontanen Verbindung entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit, die seit Ende Januar offiziell besteht. Meier bringt ihr umfangreiches Wissen rund um Wolle in den Demminer Laden ein und erweitert damit das Sortiment des "Zauberfadens" erheblich.

Montags und an jedem zweiten Sonnabend im Monat gibt die Stavenhagenerin nun Häkel- und Strickkurse im Demminer Geschäft. Das Angebot reicht von grundlegenden Techniken bis zu speziellen Fertigkeiten wie dem Schattenstricken. "Handarbeiten sind wieder sehr im Kommen", weiß Meier aus Erfahrung und beobachtet eine Renaissance traditioneller Handwerkskünste.

Vielfältiges Kursprogramm begeistert alle Generationen

Die Nähkurse von Susann Jamm erfreuen sich bereits großer Beliebtheit, besonders während der Winterferien. Kinder lernen hier alle Schritte des Nähens – vom Abpausen der Schnittmuster über das Messen und Schneiden bis zum Einfädeln des Garns. Die jungen Teilnehmer fertigen begeistert T-Shirts, Leseknochen und Kuschel-Dinos nach ihren eigenen Vorstellungen.

Christina Günther, eine 43-jährige zweifache Mutter, zeigt sich begeistert: "Es ist schön, dass es diesen Laden hier gibt." Nachdem sie ihre Kinder zu den Kursen begleitet hat, traut sich nun auch die Erwachsene selbst ans Nähen heran und plant die Teilnahme an einem entsprechenden Kurs.

Kreative Bildung beginnt im Kindergarten

Ein besonderes Anliegen ist Jutta Meier die frühkindliche Förderung. Für Kindertagesstätten entwickelt sie spezielle Programme mit "Fadengeschichten", die die Fantasie der Kleinsten anregen sollen. Gemeinsam mit den Kindern bastelt sie mit Wolle und führt sie spielerisch an textile Materialien heran. Zur Premiere dieser Initiative nächste Woche kommt sogar eine Bekannte mit einem Spinnrad, um den Kindern die traditionelle Wollverarbeitung zu demonstrieren.

Zwei Demminer Kitas haben sich bereits für dieses besondere Angebot angemeldet. Meier hofft, dass weitere Einrichtungen aus der Region folgen werden und betont: "Ich wünsche mir, dass die Leute der Region unser erweitertes Angebot annehmen."

Zukunftsperspektiven und Kontaktmöglichkeiten

Die Zusammenarbeit der beiden Frauen entwickelt sich dynamisch weiter. Susann Jamm plant, ihre erfolgreichen Nähkurse für Kinder nun auch auf Erwachsene auszuweiten. Jutta Meier möchte ihr Woll- und Kursangebot kontinuierlich erweitern und sucht den Austausch mit interessierten Bürgern.

Für Anfragen und Anmeldungen zu den verschiedenen Kursen steht Jutta Meier unter der Telefonnummer 0176 52505415 oder per E-Mail zur Verfügung. Beide Unternehmerinnen sehen ihrer gemeinsamen "kreativen Abenteuerreise" mit Optimismus entgegen und beweisen, dass Kooperation und Beharrlichkeit selbst in schwierigen Zeiten neue Perspektiven eröffnen können.

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