Malchiner Museum in der Krise: 5000-Euro-Zuschuss vorerst gestoppt
Malchiner Museum: Zuschuss gestoppt, Zukunft ungewiss

Malchiner Museum in der Krise: 5000-Euro-Zuschuss vorerst gestoppt

Die Zukunft des Malchiner Museums steht auf der Kippe. Ein dringend benötigter Zuschuss in Höhe von 5000 Euro aus dem Stadthaushalt wurde von den Stadtvertretern erst einmal abgelehnt und zurück in die Ausschüsse verwiesen. Damit bleibt die Finanzierung der hohen Betriebskosten weiterhin ungeklärt.

Hohe Betriebskosten bedrohen die Existenz

Nach Angaben von Christian Skotnik, Kassenwart des Museumsvereins und AfD-Fraktionschef in der Stadtvertretung, sind die Betriebskosten für das Museum in der historischen Stadtmühle im vergangenen Jahr auf 8932 Euro gestiegen. Der Verein könne diese Summe nicht mehr alleine tragen und stehe wegen der prekären Finanzlage vor dem Aus. Skotnik warnte eindringlich: „Der Verein könnte wegen der Finanzlage vor dem Aus stehen.“ Da der Museumsfundus im Eigentum der Stadt Malchin steht, müsste diese sich im Ernstfall um die wertvollen Exponate kümmern – was noch deutlich höhere Kosten verursachen könnte.

Diskussion in der Stadtvertretung: Keine Mehrheit für den Zuschuss

In der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung fand der Antrag der AfD-Fraktion auf einen 5000-Euro-Zuschuss keine Mehrheit. Zwar betonten mehrere Abgeordnete die kulturelle Bedeutung des Museums, doch es gab auch kritische Stimmen. Petra Tertel, die neue Fraktionsvorsitzende von BSW/DieLinke, äußerte Bedenken: „Wir müssen da ganz sauber bleiben. Andere Vereine haben auch Wünsche. Da mal 5000 Euro so locker rüber zu geben, ist nicht einfach.“ Sie verwies darauf, dass auch andere Vereine finanzielle Unterstützung benötigen.

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Weitere Kritik kam von Andreas Teggatz (UMB), der bemängelte, dass bislang keine detaillierte Kostenaufstellung seitens des Museums vorliege. „Da ist es natürlich jetzt schwierig, dem Vorschlag zuzustimmen“, erklärte er. Lothar Lehmann (BSW) erhielt Widerspruch für seine Einschätzung, der Museumsverein sei kein normaler Verein. Ines Behnke (SPD) entgegnete: „Ich halte den Museumsverein für wichtig. Ich würde aber nicht wichten unter den Vereinen und möchte nicht, dass wir hier eine Rangfolge aufstellen.“

Geheimnisvoller Antrag und Vertagung

Für zusätzliche Verwirrung sorgte Bürgermeister Axel Müller (CDU), der einen Antrag des Museumsvereins, der im nichtöffentlichen Teil der Sitzung auf der Tagesordnung stand, zurückzog. Über den Inhalt dieses Antrags wurde nichts bekannt. Martin Jahrmärker (SPD) äußerte Unmut: „Die Gründe dafür hätte ich gern erfahren“, und schlug eine Vertagung vor, der die Mehrheit folgte. Damit bleibt auch dieser Aspekt vorerst ungeklärt.

Perspektive: Umzug als mögliche Lösung

Eine langfristige Lösung könnte der geplante Umzug des Museums in das ehemalige Sparkassen-Gebäude am Markt im Jahr 2027 bieten. Das Gebäude gehört inzwischen der Stadt Malchin und soll neben dem Museum auch städtische Einrichtungen wie die Bibliothek und die Stadtinformation beherbergen. In diesem Fall würde die Stadt voraussichtlich die Betriebskosten übernehmen. Bis dahin bleibt jedoch die Frage, wie die laufenden Kosten in der Stadtmühle finanziert werden sollen.

Die Stadtvertreter stehen nun vor der Herausforderung, eine faire und tragfähige Lösung für das Museum und andere Vereine zu finden. Die nächsten Ausschusssitzungen werden zeigen, ob ein Kompromiss möglich ist oder ob das kulturelle Erbe Malchins weiterhin in Gefahr bleibt.

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