Marteria über schwere Zeiten und die Frau, die ihm half
Der Rostocker Rapper Marteria, bürgerlich Marten Laciny, hat am 17. April sein sechstes Studioalbum „Zurück in die Zukunft III“ veröffentlicht. Der 1981 geborene Musiker zählt heute zu den erfolgreichsten deutschen Hip-Hop-Künstlern, mit ausverkauften Konzerten und Platin-Auszeichnungen. Doch sein Weg war steinig: Sechs Jahre lang, so schildert er im Videointerview mit dem Rolling Stone Magazin, habe er den Halt verloren und am Boden gelegen. In dieser Zeit sei es vor allem eine Frau gewesen, die ihm half: seine Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt, Frau Feke.
Vom Fußballprofi zum Musiker
Ursprünglich wollte Marteria Profifußballer werden und trainierte als Kapitän sämtlicher Jugendmannschaften beim F.C. Hansa Rostock. Später versuchte er sich als Model in New York. Doch dann kam der tiefe Fall: „Ich mein, wenn du keine Kohle hast, ich hatte sechs Jahre Hartz 4, eine ganz schlimme Zeit“, erinnert er sich. Drei Wohnungen verlor er in dieser Zeit. Schließlich fand er zurück zu dem, was er schon als Teenager gemacht hatte: Songs schreiben, rappen, Musik machen.
Die entscheidende Unterstützung
„Und ich hatte ja das Glück, dass ich hier beim Arbeitsamt in Mitte war und ich hatte dort Frau Feke. Die war für mich zuständig. Ich hab gesagt: Ey, ich will Mucke machen und sie hat einfach gesagt: Ey, zieh durch!“, erzählt Marteria. Dieser Zuspruch gab ihm die Kraft, weiterzumachen. Heute ist er einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands. Sein neues Album trägt den Titel „Zurück in die Zukunft III“. Im Song „Problemarten“ rappt er: „Lebenslauf sieht aus wie ein EKG, muss nicht tot sein, um Himmel und Hölle zu sehen.“ Manchmal, so der Rapper, brauche man einfach Leute wie Frau Feke im Leben.



