Mecklenburg-Vorpommern: Mädchenanteil in Jugendfeuerwehren steigt kontinuierlich an
In Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet der Landesfeuerwehrverband einen bemerkenswerten Zuwachs an Mädchen in den Jugendfeuerwehren. Aktuell sind insgesamt 11.249 Jungen und Mädchen in 631 Jugendfeuerwehren des Bundeslandes organisiert. Diese Zahlen wurden vor der heutigen Delegiertenversammlung in Parchim bekannt gegeben, zu der auch Innenminister Christian Pegel (SPD) als Gastredner eingeladen ist.
Deutlicher Anstieg bei weiblichem Nachwuchs
Von den 11.249 Nachwuchsrettern sind 4.289 Mädchen, was einem signifikanten Anteil entspricht. „In den vergangenen Jahren gab es einen deutlichen Anstieg der Mädchen in den Jugendfeuerwehren“, erklärte Landesjugendfeuerwehrwart Christian Borchardt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Dieser positive Trend unterstreicht die wachsende Attraktivität der Feuerwehrarbeit für junge Frauen.
Insgesamt verfügt Mecklenburg-Vorpommern über 941 Feuerwehren, von denen jedoch nicht alle eine Nachwuchseinheit anbieten können. Dies betrifft auch die vorgeschalteten Kindergruppen für Sechs- bis Zehnjährige. „Das ist auch nicht überall möglich, da die Wehren personell und organisatorisch entsprechend aufgestellt sein müssen“, so Borchardt weiter.
Keine Nachwuchssorgen in Sicht
Entgegen möglicher Erwartungen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern derzeit keine Nachwuchssorgen. Im Gegenteil: In einzelnen Wehren mussten sogar Wartelisten eingerichtet werden, um dem großen Interesse gerecht zu werden. Diese Entwicklung zeigt die hohe Wertschätzung und das Engagement für die Jugendfeuerwehren in der Region.
Für die jungen Feuerwehrmänner und -frauen hat Landesjugendfeuerwehrwart Borchardt klare Wünsche: „Dass der Spaß an der Jugendfeuerwehr erhalten bleibt und viele in den aktiven Dienst übernommen werden“. Sollte ein Übergang in den aktiven Dienst aufgrund von Ausbildung oder Studium nicht in der Heimat möglich sein, sieht Borchardt dies gelassen. „Auch wenn jemand weggeht, hat man den Grundstock für eine andere Wehr geschaffen“, betonte er.
Diese Aussage unterstreicht die überregionale Bedeutung der Jugendfeuerwehrarbeit, die nicht nur lokale Strukturen stärkt, sondern auch bundesweit zur Nachwuchssicherung beiträgt. Die steigende Beteiligung von Mädchen ist dabei ein besonders erfreulicher Aspekt, der die Vielfalt und Zukunftsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig fördert.



