Massive Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur der Mecklenburgischen Seenplatte
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, flächenmäßig der größte in Deutschland, bereitet sich auf ein umfangreiches Baujahr vor. Mit einem Investitionsvolumen von 12,38 Millionen Euro sollen 2026 zahlreiche Straßenabschnitte saniert und ausgebaut werden. Insbesondere die vielen Ortsdurchfahrten in den Dörfern der Region stehen im Fokus der Baumaßnahmen.
Ortsdurchfahrten im Mittelpunkt der Sanierungsarbeiten
Anke Martens, Sachgebietsleiterin Straßenbau in der Kreisverwaltung, betont, dass in diesem Jahr besonders viele Ortsdurchfahrten zur Sanierung anstehen. Bereits im Vorjahr begonnen haben die Arbeiten in Buschhof südwestlich von Mirow (MSE 17) und in Ihlenfeld bei Neubrandenburg (MSE 74). Die Ortsdurchfahrt von Minzow nahe Röbel (MSE 8), die eigentlich schon 2025 geplant war, konnte wegen Fragen bei den Fördermitteln erst jetzt realisiert werden und soll im April 2026 starten.
Weitere Dörfer werden in der zweiten Jahreshälfte folgen: Geplant sind Straßenbaumaßnahmen in Zepkow an der A19 (MSE 11), in Letzin bei Altentreptow (MSE 61) und in Lübbersdorf bei Friedland (MSE 116). Diese Projekte werden teils erhebliche Verkehrseinschränkungen mit sich bringen und manche Straßen vorübergehend zur Sackgasse machen.
Umfangreiche Bauarbeiten auch außerhalb der Ortschaften
Nicht nur innerorts wird gebaut: Größere und länger anhaltende Straßensanierungen stehen auf mehreren Kreisstraßen an. Betroffen sind unter anderem die Abschnitte zwischen Suckow und Satow bei Malchow (MSE 7), zwischen Ankershagen und Groß Vielen bei Penzlin (MSE 30) sowie zwischen Hinrichshagen und Oltschlott bei Woldegk (MSE 100). Zusätzlich sind auf zahlreichen Kreisstraßen Unterhaltungsmaßnahmen geplant, die jedoch meist nur wenige Wochen andauern werden.
Besondere Herausforderung: Der Ausbau der MSE 65
Das größte Einzelprojekt stellt der Ausbau der MSE 65 zwischen Altentreptow und Grischow dar. Auf rund 4,6 Kilometern Länge – dem längsten 2026 geplanten Sanierungsabschnitt im Landkreis – mussten die Planer umdisponieren. Ursprünglich war eine Verbreiterung auf sechs Meter geplant, doch dies scheiterte an praktischen Hindernissen.
„Die Lösung sieht nun so aus, dass wir nicht so breit bauen“, erklärt Anke Martens. Nicht alle erforderlichen Fällgenehmigungen für die Alleebäume wurden erteilt, und einige Grundstückseigentümer waren nicht bereit, Flächen für die Straßenverbreiterung zu verkaufen. Stattdessen erhält die Fahrbahn nun eine Breite von 5 bis 5,50 Metern, mit Ausweichmöglichkeiten an Engstellen. Die bisherige Fahrbahn variiert zwischen 4,6 und 5,25 Metern Breite.
Überblick der geplanten Baumaßnahmen 2026
Das Bauprogramm des Landkreises umfasst zahlreiche Projekte:
- MSE 65: Altentreptow – Grischow (6.638 Meter), April bis Oktober 2026
- MSE 30: Ankershagen – Groß Vielen (4.190 Meter), September 2026 bis Mai 2027
- MSE 16: L241 – Knotenpunkt Abs. 15/20 (4.330 Meter), Oktober 2026 bis Juni 2027
- MSE 7: Suckow – Satow (2.400 Meter), Oktober 2026 bis April 2027
- MSE 100: Hinrichshagen – Oltschlott (1.700 Meter), Oktober 2026 bis Mai 2027
Zusätzlich laufen bereits seit dem Vorjahr Bauarbeiten auf der MSE 17 in Buschhof (bis Mai 2026), der MSE 74 in Ihlenfeld (bis September 2026) und der MSE 75 zwischen Zirzow Mühle und Zirzow (bis Juli 2026). Zahlreiche Unterhaltungsmaßnahmen auf weiteren Kreisstraßen runden das umfangreiche Programm ab.
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte beweist mit diesen Investitionen, dass er die Herausforderungen seiner weitläufigen Infrastruktur ernst nimmt. Bei rund 1.000 Kilometern zu betreuenden Straßen sind solche Maßnahmen essentiell für die Mobilität in der ländlich geprägten Region.



