Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns wartet weiterhin auf Daten zu dem in der Nordsee freigesetzten Buckelwal. Wie das Ministerium am Dienstag mitteilte, liegen noch keine Informationen zum Zustand und Standort des Tieres vor. Umweltminister Till Backhaus (SPD) forderte, die Daten müssten zügig vorgelegt und offene Fragen aufgeklärt werden. Es bestehe ein berechtigtes Interesse an Transparenz.
Peildaten mehrfach angefordert
Bereits am Samstag hatte eine Sprecherin des Ministeriums erklärt, die Peildaten seien mehrfach angefordert worden, lägen aber nicht vor. Mit der privaten Initiative, die den Wal betreut, sei vereinbart worden, dass sie sich bis zum Dienstag mit den angeforderten Informationen zurückmeldet. Dazu gehören insbesondere die Daten der Peilsender sowie aktuelle Erkenntnisse zum Zustand des Tieres.
Vereinbarungen nicht eingehalten?
Backhaus betonte, dass zentrale Punkte vorab mit der privaten Initiative verbindlich vereinbart worden seien – etwa das Anbringen eines Peilsenders sowie das Bereitstellen der Daten für einen vertraulichen Kreis. „Diese Punkte dienen der Nachvollziehbarkeit des Einsatzes und der weiteren Einordnung des Geschehens“, so der Minister. Bislang sei unklar, ob die Initiative die Vereinbarungen eingehalten habe.
Der mehrfach an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal war am Samstagmorgen in der Nordsee freigesetzt worden. Seitdem ist unbekannt, wie es ihm geht und wo er sich aufhält. Experten von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt. Der Wal hatte mehrere Wochen in der Ostsee verbracht und war mehrfach gestrandet.
Das Ministerium hofft nun auf eine zeitnahe Übermittlung der Daten, um den weiteren Verbleib des Wals nachvollziehen zu können. Die Behörde betonte, dass der Vorfall auch dazu diene, künftige Rettungsaktionen zu verbessern.



