Die Frauen von Eintracht Frankfurt haben allen Grund zum Jubeln. Nach dem überzeugenden 4:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg ist die Qualifikation für die Champions League zum Greifen nah. Während die Männermannschaft zuletzt schwächelte, zeigen die Frankfurterinnen beeindruckende Konstanz.
Trainer Arnautis macht es vor
Trainer Niko Arnautis (46) macht es seinem Kollegen Albert Riera (44) vor, wie man erfolgreich ist. Er führt seine Mannschaft souverän in Richtung Europa. Die Tore zum Sieg erzielten Nicole Anyomi (2), Laura Freigang und Hayley Raso. Damit beträgt der Vorsprung auf Bayer Leverkusen auf Platz vier bereits fünf Punkte. Zudem haben die Frankfurterinnen das deutlich bessere Torverhältnis (plus zwölf). Bei nur noch zwei ausstehenden Spielen – beim Meister Bayern München und gegen Union Berlin – ist das mehr als die halbe Miete.
Warnung vor Übermut
Dennoch nehmen die Frankfurterinnen das Wort „Europa“ noch nicht in den Mund. Verteidigerin Nadine Riesen (26) warnt: „Platz drei ist noch nicht sicher. In dieser Liga kann viel passieren. Wir müssen weiter unsere Leistung bringen.“ Diese Zurückhaltung ist angesichts der Konkurrenz durchaus angebracht.
Sorgen um Anyomi
Ein Wermutstropfen bleibt jedoch die Verletzung von Doppelpackerin Nicole Anyomi. Die Nationalstürmerin musste eine Viertelstunde vor Schluss mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Sollte die Verletzung schwerwiegender sein, könnte es ihr letztes Spiel für Eintracht Frankfurt gewesen sein. Ihr Vertrag läuft aus, und Anyomi tendiert zu einem Wechsel. Die Fans hoffen nun auf eine schnelle Genesung und einen positiven Abschluss der Saison.



