Verivox-Studie enthüllt: Viele norddeutsche Sparkassen bieten kaum Tagesgeldzinsen
Eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Verivox aus Heidelberg zeigt ein ernüchterndes Bild für Sparer in Norddeutschland. Demnach bieten nahezu jede zweite Sparkasse in der Region keine oder nur äußerst geringe Zinsen auf Tagesgeldkonten an.
Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung
Verivox hat die Konditionen von insgesamt 127 Kreditinstituten in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern analysiert. Die Daten basieren auf den am 26. März veröffentlichten Online-Konditionen der Banken, wobei von einer Anlagesumme von 10.000 Euro ausgegangen wurde.
Die Studie kommt zu folgenden konkreten Ergebnissen:
- Unter den 58 untersuchten Sparkassen liegt der Anteil der Institute, die keine Zinsen oder lediglich Niedrigzinssätze bis 0,25 Prozent bieten, bei beachtlichen 43 Prozent.
- Bei den 61 geprüften Genossenschaftsbanken verfährt immerhin noch jede dritte Bank nach diesem Muster und zahlt entweder gar keine Zinsen oder offeriert maximal 0,25 Prozent.
Unterschiede zwischen Tagesgeld und Festgeld
Ein Tagesgeldkonto dient Sparern typischerweise als flexibel verfügbares Konto für den sogenannten Notgroschen. Im Gegensatz dazu bieten Festgeldkonten zwar höhere, fest vereinbarte Zinsen, jedoch ohne die Möglichkeit des kurzfristigen Zugriffs auf das angelegte Kapital. Die aktuell niedrigen Tagesgeldzinsen bei vielen Sparkassen machen diese Form der flexiblen Geldanlage somit deutlich unattraktiver.
Die Verivox-Analyse unterstreicht, dass Sparer in Norddeutschland bei der Wahl ihres Tagesgeldkontos besonders genau hinschauen sollten. Während einige Institute durchaus konkurrenzfähige Zinsen bieten, fallen viele Sparkassen und auch zahlreiche Genossenschaftsbanken mit ihren Konditionen deutlich ab.



