Nordwestmecklenburg investiert massiv: Neun neue Feuerwehrhäuser im Bau
Nordwestmecklenburg: Neun neue Feuerwehrhäuser geplant

Nordwestmecklenburg setzt auf moderne Feuerwehr-Infrastruktur

Der Bau neuer Feuerwehrhäuser in Mecklenburg-Vorpommern nimmt konkrete Formen an. Besonders im Landkreis Nordwestmecklenburg wird die Feuerwehr-Infrastruktur massiv ausgebaut. Insgesamt neun Gemeinden sollen von dem landesweiten Musterfeuerwehrhaus-Programm profitieren und erhalten standardisierte Neubauten für ihre Feuerwehren.

Ministerpräsidentin Schwesig überbringt Förderbescheide

Am Samstag, dem 4. April 2026, wird Ministerpräsidentin Manuela Schwesig persönlich in den Gemeinden Wedendorfersee und Pokrent erwartet, um die Förderankündigungen für neue Feuerwehrgerätehäuser zu überbringen. Die Besuche finden in Wendendorf sowie in Neuendorf in der Gemeinde Pokrent statt und markieren den offiziellen Startschuss für die Bauvorhaben in der Region.

Neun Kommunen erhalten moderne Feuerwehrhäuser

Neben Wedendorfersee und Pokrent stehen sieben weitere Gemeinden auf der Liste für neue Feuerwehrhäuser in Nordwestmecklenburg. Zu den begünstigten Kommunen zählen:

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  • Alt Meteln
  • Bernstorf
  • Groß Molzahn
  • Jesendorf
  • Rieps
  • Zurow
  • Züsow

Alle diese Gemeinden erhalten standardisierte Feuerwehrgerätehäuser, die nach einem einheitlichen Musterkonzept errichtet werden.

Landesweites Bauprogramm mit 58 Feuerwehrhäusern

Das Musterfeuerwehrhaus-Programm der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern sieht insgesamt den Bau von 58 neuen Feuerwehrgerätehäusern vor. Die ersten Baumaßnahmen sollen spätestens im letzten Quartal des Jahres 2026 beginnen. Für das gesamte Landesprogramm sind Investitionen in Höhe von rund 50 Millionen Euro vorgesehen.

Als Generalunternehmer für die Bauvorhaben wurde die Goldbeck Nordost GmbH mit Sitz in Rostock beauftragt. Der Rahmenvertrag umfasst laut Unternehmensangaben sowohl das Gebäude selbst als auch die erforderliche Bodenplatte.

Notwendige Modernisierung für Gemeinden

Für viele Gemeinden wäre die Finanzierung moderner Feuerwehrhäuser ohne das Förderprogramm des Landes kaum möglich. Jörg Haase, Bürgermeister von Pokrent, erklärt die dringende Notwendigkeit: „Unsere beiden bestehenden Gerätehäuser stammen noch aus den Jahren 1928 und 1954. Sie entsprechen längst nicht mehr den heutigen Anforderungen an Feuerwehr-Infrastruktur.“

Die veralteten Gebäude bieten weder ausreichend Platz für moderne Feuerwehrtechnik noch verfügen sie über die erforderliche Schwarz-Weiß-Trennung in den Umkleideräumen. Diese Trennung ist aus hygienischen Gründen und zum Schutz der Einsatzkräfte vor kontaminierten Schadstoffen essentiell.

Fusionierte Feuerwehren benötigen moderne Unterkünfte

In Pokrent hatte vor zwei Jahren die Fusion der Feuerwehren Neuendorf und Pokrent zur Feuerwehr Gemeinde Pokrent geführt. Diese fusionierte Wehr verfügt über zwei Löschgruppen, die dringend angemessene Unterbringungsmöglichkeiten benötigen. Die neuen standardisierten Feuerwehrhäuser sollen genau diesen Bedarf decken und den Einsatzkräften optimale Arbeitsbedingungen bieten.

Das Musterfeuerwehrhaus-Programm des Landes Mecklenburg-Vorpommern stellt somit eine wichtige Investition in die öffentliche Sicherheit und die Modernisierung der kommunalen Infrastruktur dar. Die standardisierte Bauweise ermöglicht nicht nur Kosteneffizienz, sondern auch eine gleichbleibend hohe Qualität der Feuerwehr-Unterkünfte in der gesamten Region.

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