Renommiertes Ostsee-Hotel auf Rügen schließt nach Insolvenz der Revo Group
Ostsee-Hotel auf Rügen schließt nach Revo-Insolvenz

Renommiertes Ostsee-Hotel auf Rügen schließt nach Insolvenz der Revo Group

Ein bitterer Rückschlag für die Tourismusbranche auf der Ostseeinsel Rügen: Das bekannte Aedenlife Hotel & Resort hat seinen Betrieb dauerhaft eingestellt. Die Schließung erfolgt im Zuge der Insolvenz der Revo Hospitality Group, die als größter Hotelbetreiber Europas gilt.

Erste dauerhafte Schließungen in Deutschland

Nachdem die Revo Group Mitte Januar Insolvenz für etwa 140 Gesellschaften beantragt hatte, sind nun die ersten konkreten Folgen sichtbar. Neben dem Hotel auf Rügen musste auch das Mövenpick Hotel Frankfurt City schließen. Insgesamt sind laut Berichten 125 Hotels in Deutschland und Österreich sowie rund 5.500 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen.

Auf der Internetseite des Aedenlife Hotel & Resort Rügen heißt es, dass Buchungen nicht mehr möglich sind. „Gäste mit bestehenden Buchungen werden schnellstmöglich informiert. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die sich daraus ergeben“, teilte das Hotel mit. Das Branchenportal „Hotel vor 9“ berichtete zudem, dass Mitarbeiter des geschlossenen Hotels auf Rügen noch auf ihre Januar-Löhne warten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Warnungen der Branchenexperten bestätigen sich

Die Schließung bestätigt frühere Warnungen von Tourismusexperten. Lars Schwarz, Chef des Dehoga-Landesverbandes in Mecklenburg-Vorpommern, hatte bereits im Dezember 2025 im Gespräch mit der Nordkurier Mediengruppe auf die prekäre Lage hingewiesen. „Einer der Gründe für die Betriebsschließungen ist, dass die Umsätze stark eingebrochen sind“, erklärte Schwarz.

Im Vergleich zu 2019, also vor der Corona-Pandemie, lagen die Umsätze im ersten Halbjahr 2025 um 17,4 Prozent niedriger. Schwarz nannte als Hauptursachen:

  • Gestiegene Energiekosten
  • Höhere Mieten und Lebensmittelpreise
  • Geringere Ausgaben der Verbraucher für Urlaub und Gastronomie

„Wenn die Menschen weniger Geld haben, sparen sie beim Urlaub oder beim Essengehen. Das tut den Hotels und Gastronomiebetrieben wirtschaftlich richtig weh“, so der Tourismusexperte.

Traditionelle Hotels in Mecklenburg-Vorpommern betroffen

Die aktuelle Insolvenz ist kein Einzelfall in der Region. Bereits im vergangenen Jahr mussten traditionsreiche und renommierte Hotels in Mecklenburg-Vorpommern schließen, darunter:

  1. Der „Scheelehof“ in Stralsund
  2. Das „Usedom Palace“ in Zinnowitz auf der Urlaubsinsel Usedom

Als Hauptursachen für die Krise bei der Revo Hospitality Group gelten gestiegene Lohnkosten sowie deutlich höhere Ausgaben für Mieten, Energie und Lebensmittel. Diese Faktoren belasten die gesamte Hotelbranche und führen zu einer angespannten wirtschaftlichen Situation.

Die dauerhafte Schließung des Aedenlife Hotel & Resort auf Rügen markiert einen weiteren Tiefpunkt für den Tourismus an der Ostsee. Branchenbeobachter befürchten, dass weitere Hotelbetriebe folgen könnten, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verbessern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration