Vierte Tarifrunde im ÖPNV Mecklenburg-Vorpommern endet ohne Einigung
Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Nordosten Deutschlands haben nach zehnstündigen Gesprächen keine Einigung gebracht. Die vierte Verhandlungsrunde, die am Sitz der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) stattfand, wurde von umfangreichen Warnstreiks begleitet, die den Nahverkehr in der Hansestadt Rostock weitgehend lahmlegten.
Warnstreiks legen Rostocker Nahverkehr lahm
Während der Verhandlungen blieben Busse und Straßenbahnen der Rostocker Straßenbahn AG in den Depots. Die Warnstreiks, die den Verhandlungsbeginn um 10:00 Uhr begleiteten, führten zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr der Stadt. Die Gewerkschaft Verdi nutzte diese Maßnahmen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Gewerkschaftliche Forderungen und Arbeitgeberposition
Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 2.800 Beschäftigten im ÖPNV Mecklenburg-Vorpommerns drei zentrale Verbesserungen:
- Eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich
- Eine Erhöhung der Fahrdienstzulage auf 30 Prozent
- Eine Jahressonderzahlung in voller Höhe von 100 Prozent
Die Arbeitgeberseite lehnt insbesondere die geforderte Verringerung der Wochenarbeitszeit als wirtschaftlich nicht leistbar ab. Diese Position stellt nach Angaben der Verhandlungsparteien das größte Hindernis für eine Einigung dar.
Verhandlungen dauern an ohne konkrete Ergebnisse
Obwohl die Gespräche bis in den Abend andauerten, konnte bis Redaktionsschluss keine Verständigung erzielt werden. Lediglich wurde bestätigt, dass die Verhandlungen weiterhin im Gange sind. Die Situation bleibt damit für beide Seiten unverändert angespannt.
Die betroffenen Beschäftigten arbeiten in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern und sind für den reibungslosen Betrieb von Bussen und Bahnen in der Region verantwortlich. Die anhaltenden Verhandlungen ohne Ergebnis lassen weitere Arbeitskampfmaßnahmen befürchten, sollte sich in den kommenden Tagen keine Einigung abzeichnen.



