Premiere in Gadebusch: Hunderte genießen erstes Schlittschuhvergnügen auf der Waldbühne
Ein einzigartiges Wintervergnügen erlebten Hunderte Besucher in der drittältesten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Zum ersten Mal in der Geschichte Gadebuschs wurde die Waldbühne zur offiziellen Eisbahn umfunktioniert – eine Initiative des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch, die für ein besonderes Spektakel sorgte.
Feuerwehr und Förderverein schaffen winterliches Highlight
Bei leichtem Nieselregen wurde am Nachmittag die erste offizielle Eisbahn der Stadtgeschichte eröffnet. Bereits am Freitagabend hatten erste Mutige das Eis unter die Kufen genommen, doch erst mit der offiziellen Anwesenheit der Feuerwehr und ihres Fördervereins entfaltete sich die richtige Partystimmung. Hunderte Schaulustige und Schlittschuhläufer nutzten das Wochenende, um das ungewöhnliche Terrain zu erobern.
„Ich finde das super hier. Ich kann zwar noch nicht ganz so schnell fahren, aber ich versuche das so gut wie möglich“, erzählte die siebenjährige Hilde Bendlin aus Buchholz. Wie viele andere Besucher verbrachte sie stundenlang auf der Eisbahn, unterbrochen nur von kleinen Pausen für eine Bratwurst oder eine heiße Schokolade.
Spontane Besucher aus der Region
Nicht nur Kinder hatten ihren Spaß auf dem Eis. Auch Erwachsene wie Lennard und Enrico Losereit aus Rehna kamen spontan vorbei. „Wir wollten eigentlich in aller Ruhe auf dem Wedendorfer See fahren, aber dort war alles angetaut und an Schlittschuhlaufen nicht zu denken. Deshalb sind wir spontan hierhergekommen“, erklärte Enrico Losereit.
Allerdings hatten nicht nur die beiden mit den Wetterbedingungen zu kämpfen. Der immer wieder einsetzende Nieselregen ließ das Eis stellenweise tauen, und nach kleineren Stürzen entstanden immer wieder Dellen im Eis. Den erfahreneren Schlittschuhläufern unter den Besuchern machte dies jedoch wenig aus.
Idee entstand im kalten Januar
Michael Harting, seit Januar Vorsitzender des Fördervereins, hatte die Idee zu dieser ungewöhnlichen Eisbahn. „Es war im Januar so kalt, dass ich mir dachte, eine Eisbahn wäre genau das Richtige“, erzählte der 43-Jährige. Daraufhin organisierte er Bohlen von zu Hause und arbeitete gemeinsam mit Einsatzkräften der Feuerwehr Tag für Tag daran, eine dünne Wasserschicht auf die ausgelegte Folie aufzubringen, um eine stabile Eisschicht zu schaffen.
„Auch wenn es gerade leicht taut, ist es immer noch sicherer, als auf dem Burgsee zu fahren“, betonte Harting. Die Besucher sahen das genauso und nahmen das Angebot begeistert an. Die Eisbahn soll solange genutzt werden können, wie es friert – idealerweise während der gesamten Winterferienzeit.
Zusatznutzen durch die Lage
Ein besonderer Vorteil der Lage: Die Berge der Waldbühne können parallel als Rodelberge genutzt werden, was das Wintervergnügen noch vielfältiger macht. Vorausgesetzt, die Temperaturen bleiben frostig, kann das Eisvergnügen in den kommenden Tagen weiter für viel Spaß sorgen. Diese Premiere hat gezeigt, wie durch ehrenamtliches Engagement und kreative Ideen auch in kleineren Städten besondere Wintererlebnisse entstehen können.



