Schloss Gadebusch: Sanierungsmaßnahmen für 2026 mit Biberschwanzdeckung und Willkommenszentrum
Schloss Gadebusch: Sanierungsarbeiten 2026 mit neuen Highlights

Umfassende Sanierung des Schlosses Gadebusch nimmt 2026 konkrete Formen an

Nach zwei Jahren der Vorbereitung und ersten Arbeiten kehrt nun wieder kulturelles Leben auf den historischen Schlossberg in Gadebusch zurück. Ein wesentlicher Grund dafür ist die erfolgreiche Fertigstellung der notwendigen Versorgungsleitungen, die den Weg für die kommenden, umfangreichen Bauphasen ebnen. Die Remise des Schlosses wurde bereits erneuert und diente kürzlich als Ort für eine informative Veranstaltung, bei der Architektin Katharina Buchwald den aktuellen Stand und die geplanten Maßnahmen detailliert vorstellte.

Dringende Instandsetzung der Tragkonstruktion und neue Dachdeckung

Bei Untersuchungen der Deckenbalken im Schlossinneren stellte sich heraus, dass kein einziger Deckenbalkenkopf mehr funktionsfähig war. Um die Stabilität wiederherzustellen, wurden die beschädigten Balken mit speziellen Laschen versehen, die ihre Tragfähigkeit sicherstellen. Als nächster großer Schritt ist für dieses Jahr die Installation einer traditionellen Biberschwanzdeckung geplant, die das Schloss von oben zuverlässig abdichten soll. Diese Arbeiten können jedoch erst beginnen, nachdem alle tragenden Teile erneuert und die Unterkonstruktion vollständig fertiggestellt ist.

Neue Attraktionen: Terrasse mit projiziertem Burgwall und historische Wetterfahne

Landschaftsarchitekt Matthias Proske kündigte einen besonderen Höhepunkt für die kommende Sommersaison an: Auf der Terrasse der Remise wird es Kaffee und Kuchen geben, und Besucher können von dort aus auf den wiederentdeckten Rest des historischen Burgwalls blicken. Da dieser unterirdische Teil aus empfindlichen Ziegelsteinen besteht und nicht offen gezeigt werden kann, wird er durch eine Projektion in die Höhe sichtbar gemacht – ein einzigartiger Hingucker. Zudem ist die Rückkehr einer originalgetreuen Wetterfahne geplant, die mittig auf dem Dach platziert werden soll, anstatt wie zuletzt an einer Ecke.

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Weitere Baumaßnahmen: Vom Keller bis zum Schlossanbau

Im Kellergeschoss wurden bereits Arbeiten an den Gewölben durchgeführt, wo nun ein Transportaufzug installiert ist und sich die neuen Versorgungs- und Energieleitungen bis ins Dachgeschoss erstrecken. Die ehemaligen Sanitärräume wurden zurückgebaut und sollen an gleicher Stelle modernisiert wiedererrichtet werden. Ab April 2026 beginnt zudem die Sanierung des Schlossanbaus, der bis vor einigen Jahren als Großküche diente. Geplant sind eine Neugründung des Gebäudes, die Erneuerung des Fachwerks und der Fenster sowie ebenfalls eine Biberschwanzdeckung. Im Erdgeschoss entsteht anschließend ein Willkommenszentrum, während das erste Obergeschoss für Büroräume genutzt wird.

Einschränkungen bei der Barrierefreiheit

Trotz der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen ist eine vollständig barrierefreie Zufahrt zum Schloss aufgrund der steilen Lage des Schlossbergs nicht möglich. Elektrofahrstühle können die hohe Steigung nicht bewältigen, weshalb lediglich zwei Behindertenparkplätze auf dem Schlossberg eingerichtet werden. Diese Lösung soll den Zugang für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen dennoch erleichtern.

Insgesamt markieren die für 2026 geplanten Arbeiten einen bedeutenden Schritt in der denkmalgerechten Sanierung des Schlosses Gadebusch, das als national bedeutsames Kulturerbe erhalten und für die Öffentlichkeit attraktiv gestaltet wird.

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