Schwesig fordert Social-Media-Verbot für Kinder bei Ministerpräsidentenkonferenz
Schwesig fordert Social-Media-Verbot für Kinder

Schwesig drängt auf Social-Media-Verbot für Kinder bei Länderkonferenz

Bei der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin bringt Mecklenburg-Vorpommern ein kontroverses Thema auf die Tagesordnung: Ein Social-Media-Verbot für Kinder bis 14 Jahre. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kündigte an, dass ihr Bundesland diesen Vorschlag einbringen wird, um Minderjährige besser vor den Gefahren in sozialen Netzwerken zu schützen.

Schutz vor Gefahren in sozialen Netzwerken

„Es geht uns darum, unsere Kinder besser vor den Gefahren in den sozialen Medien zu schützen“, erklärte Schwesig in ihrer Ankündigung. Die SPD-Politikerin betonte, dass neben dem Verbot auch eine stärkere Regulierung der Plattformen und eine verbesserte Medienbildung gefordert werden. Die Konferenz der Regierungschefs der Länder beginnt um 10.00 Uhr in der Bundeshauptstadt.

Die Position der SPD findet Unterstützung bei der CDU, deren Parteitag im Februar in Stuttgart einen Antrag annahm, der die Bundesregierung auffordert, „eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke einzuführen“. Dieser Schritt soll speziell Kinder und Jugendliche vor den Risiken auf Plattformen wie TikTok und Instagram bewahren. Allerdings zeigt sich die CSU zuletzt skeptisch gegenüber einem solchen Verbot und hinterfragt dessen praktische Umsetzbarkeit.

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Internationale Krisen und wirtschaftliche Sorgen

Neben dem Social-Media-Thema will Schwesig beim Treffen der Länderchefs auch über die aktuellen internationalen Krisen sprechen. „Mecklenburg-Vorpommern hat außerdem darauf gedrängt, dass wir uns auf der Konferenz mit der aktuellen internationalen Lage und vor allem mit den Auswirkungen auf Deutschland befassen“, so die Ministerpräsidentin aus Schwerin.

Sie äußerte große Sorge über die Entwicklung, insbesondere die Lage der Zivilbevölkerung in Konfliktregionen und der im Ausland festsitzenden Deutschen. Darüber hinaus stehen wirtschaftliche Themen auf der Agenda: „Es ist uns in den letzten Monaten gelungen, die Energiepreise zu senken und die Pendlerinnen und Pendler mit der Anhebung der Pendlerpauschale zu unterstützen. Diese Entlastungen dürfen jetzt nicht durch die internationalen Entwicklungen wieder verloren gehen“, betonte Schwesig.

Die Diskussion über ein Social-Media-Verbot für Kinder markiert einen bedeutenden Schritt in der deutschen Digitalpolitik und zeigt das wachsende Bewusstsein für den Schutz Minderjähriger im digitalen Raum. Die Ministerpräsidentenkonferenz wird voraussichtlich intensive Debatten über die Balance zwischen Schutzmaßnahmen und digitalen Freiheiten führen.

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