Tauwetter und Regen: Straßen in der Müritzregion stehen unter Wasser
Nach vielen Tagen mit frostigen Temperaturen hat in der Mecklenburgischen Seenplatte nun Tauwetter eingesetzt. Der einsetzende Regen in Kombination mit den noch immer tiefgefrorenen Böden führt jedoch zu erheblichen Problemen. Das Schmelzwasser kann nicht versickern, wodurch mehrere Straßen und Plätze in der Region unter Wasser stehen.
Feuerwehreinsätze in Priborn und Waren
In Priborn versuchte die Feuerwehr am Donnerstag mit einer Pumpe, die Wassermassen umzuleiten. „Das war allerdings schwierig, weil immer wieder auch Wasser von oben kam“, berichten Augenzeugen. Auch in Waren meldete die Stadtverwaltung am späten Donnerstagnachmittag eine überschwemmte Fahrbahn. Im Erlenweg und Am Wiesengrund hat sich zu viel Wasser angesammelt, sodass der Bereich vorübergehend gesperrt werden musste.
„Durch den tauenden Schnee und den anhaltenden Regen ist die Fahrbahn überflutet. Der noch immer gefrorene Boden verhindert das Versickern des Oberflächenwassers“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung der Stadt Waren. Betroffen ist ausgerechnet ein Teilstück der Umleitung in die Warener Nordstadt, die wegen der gesperrten Herrenseebrücke ohnehin nur auf Umwegen erreichbar ist.
Verkehrsbeeinträchtigungen auf Bundesstraße 197
Auch andernorts im Landkreis führte die Wetterlage zu größeren Problemen. Auf der Bundesstraße 197 zwischen Friedland und Neubrandenburg sorgten die Wassermassen für erhebliche Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Zahlreiche Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren waren bereits seit Mittwochabend im Einsatz, um die Straße von den Fluten zu befreien. Mit Hochleistungspumpen versuchen sie, die Fahrbahn trockenzulegen.
Drohende Eisflächen durch erneuten Frost
Ein weiteres Problem könnte in den nächsten Tagen entstehen, wenn die Temperaturen wieder deutlich sinken. Ab Samstag sollen die Werte erneut unter den Gefrierpunkt fallen. Meteorologen rechnen aktuell mit Dauerfrost bis in die nächste Woche hinein, begleitet von gelegentlichem Schneefall.
Die jetzt entstandenen und stellenweise riesigen Pfützen werden dann zu gefährlichen Eisflächen gefrieren. Da das Schmelzwasser bis zur nächsten Frostperiode wahrscheinlich nicht mehr abfließen kann, drohen zusätzliche Gefahren für den Straßenverkehr. Die Behörden raten Autofahrern zu besonderer Vorsicht und empfehlen, betroffene Gebiete möglichst zu umfahren.
Die Stadt Waren versichert jedoch, dass die Nordstadt weiterhin über die Isenbahnstraat erreichbar bleibt. Für die Umfahrung in Richtung Weststadt wird auf die Route entlang des Baustoffhandels „Cassens“ verwiesen.



