Seuchengefahr durch tote Vögel auf Rügen: Behörde rechtfertigt Passivität
Tote Vögel auf Rügen: Behörde erklärt ihr Nichtstun

Seuchengefahr durch tote Vögel auf Rügen: Behörde rechtfertigt Passivität

Im Landkreis Vorpommern-Rügen werden derzeit vermehrt Wildvögel tot aufgefunden. Die Tiere sind vorrangig infolge der anhaltenden extremen Witterungsbedingungen verendet, wie der Landkreis mitteilte. Dazu zählen insbesondere die langanhaltenden Frostperioden sowie die Schneelage beziehungsweise die erschwerte Verfügbarkeit von Nahrung für die Vögel.

Natürliches Geschehen laut Behörden

Dies sei aber ein natürliches Geschehen, hieß es in einer schriftlichen Mitteilung. In freier Natur verbleibende Tierkadaver sind Teil des ökologischen Kreislaufs und dienen anderen Tieren sowie Mikroorganismen als Nahrungsgrundlage. Der Landkreis bat die Bevölkerung ausdrücklich, tote Wildvögel weder eigenständig zu bergen noch zu entsorgen. Ein unnötiges Entfernen aus der Natur sei in der Regel weder erforderlich noch ökologisch sinnvoll.

Ausnahmen bei konkreter Gefährdung

Sollte ausnahmsweise eine Bergung erforderlich sein – beispielsweise bei einer konkreten Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung etwa im Straßenverkehr, auf Spielplätzen oder in stark frequentierten öffentlichen Bereichen – ist der jeweilige Grundstückseigentümer beziehungsweise die Grundstückseigentümerin verantwortlich. Eisige Temperaturen und geschlossene Schneedecken machen den Wildvögeln in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin zu schaffen. Viele Tiere verenden, doch die Kadaver sollten laut behördlicher Empfehlung liegen bleiben.

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Die Situation stellt freiwillige Helfer vor besondere Herausforderungen, während Fachleute die tatsächliche Infektionsgefahr durch die toten Vögel bewerten. Die anhaltenden winterlichen Bedingungen verschärfen die Lage für die Wildvogelpopulation in der Region kontinuierlich.

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