Polizeiwache am Marienplatz in Schwerin: Umbau beginnt für dauerhafte Präsenz
Am Dienstagmorgen wurde die mobile Polizeiwache auf dem Marienplatz in Schwerin mit einem Radlader zurück an ihren ursprünglichen Standort versetzt. Bauarbeiter hoben den weißen Container vorsichtig auf die Gabel und bugsierten ihn Richtung Goethestraße. Für diese Aktion musste der Bus- und Straßenbahnverkehr kurzzeitig angehalten werden, und auch Passanten wurden umgeleitet, als der Container vom nördlichen zum südlichen Ende des Marienplatzes bewegt wurde. Dieser Verkehrsknotenpunkt gilt als Kriminalitätsschwerpunkt, und die Polizei zeigt dort seit über einem Jahr dauerhaft Präsenz.
Container dient noch bis Sommer als mobile Polizeiwache
Die Sicherheit durch die Beamten bleibt gewährleistet, wie das Innenministerium betont. Der Umbau eines ehemaligen Asia-Restaurants im Marienplatz Center hat vor wenigen Tagen begonnen und soll bis zum Sommer abgeschlossen sein. Bis dahin wird der Container noch an der Ecke Schloßstraße stehen. Mit großer Vorsicht und Fingerspitzengefühl setzten Arbeiter den Container am Morgen von der Gabel des Radladers ab und schlossen ihn an die Stromversorgung an.
Für den Weihnachtsmarkt war die neue mobile Wache zunächst an der Ecke Lübecker Straße abgestellt worden, nachdem der Vorgänger aufgrund eines irreparablen Wasserschadens abtransportiert werden musste. Eine Sprecherin des Innenministeriums erklärte, dass es schon länger geplant war, die mobile Wache wieder als Anlaufpunkt auf dem Platz an der Schloßstraße aufzustellen. Die Arbeiten an der stationären Wache schreiten gut voran und liegen im Zeitplan.
Dauerhafte Polizeipräsenz nach tödlicher Messerattacke
Anfang Februar 2025 wurde die erste mobile Wache auf dem Marienplatz aufgestellt, nachdem es an einem Seiteneingang des Schlosspark-Centers eine tödliche Messerattacke gegeben hatte. Kurz vor der Tat war die alte Bildüberwachung auf dem Marienplatz aufgrund eines Serverdefekts irreparabel ausgefallen. Nach einer vorübergehenden Lösung mit jeweils vier Kameras an zwei mobilen Masten gibt es seit Ende Juli vergangenen Jahres wieder ein fest installiertes Videosystem auf dem Platz. 24 Kameras überwachen jetzt das Geschehen, und die Bilder laufen im Polizeihauptrevier in der Graf-Yorck-Straße auf dem Großen Dreesch auf. Künftig werden sie auch in der neuen Polizeistation Marienplatz zu sehen sein.
Der Verkehrsknotenpunkt in der Landeshauptstadt war in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen. Die Häufung von Straftaten und Belästigungen hatte Forderungen aus der Bevölkerung nach gezielten Gegenmaßnahmen der Polizei laut werden lassen. Sicherheit ist auch eines der bestimmenden Themen im Wahlkampf zur Oberbürgermeisterwahl am 12. April.



