Vollsperrung in Groß Teetzleben: Landesstraße L27 wird für Millionenprojekt saniert
In Groß Teetzleben, einer Gemeinde südlich von Altentreptow, steht eine umfassende Sanierung der Landesstraße L27 bevor. Das Straßenbauamt Neustrelitz plant den grundhaften Aus- und Umbau der Straße, was zu erheblichen Verkehrseinschränkungen führen wird. Ab dem 16. März 2026 wird die Ortsdurchfahrt auf einer Länge von 1600 Metern voll gesperrt, mit einem voraussichtlichen Abschluss der Bauarbeiten Ende 2027.
Verkehrsumleitung und Bauablauf
Während der Bauzeit müssen Verkehrsteilnehmer zwischen Neubrandenburg und Altentreptow auf die parallel verlaufende Landesstraße 35 über Neddemin ausweichen. Die Sanierung erfolgt abschnittsweise, um die Beeinträchtigungen für Anwohner zu minimieren. Begonnen wird mit einem 250 Meter langen Abschnitt vom Ortseingang in Richtung Altentreptow bis zur zweiten Abbiegung der Ringstraße. Anschließend werden die Arbeiten in Richtung Ortsausgang Neubrandenburg fortgesetzt.
Direkt betroffene Anwohner werden durch das Bauunternehmen gesondert informiert, um sie über die zeitweise stärkeren Einschränkungen aufzuklären. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern und eine leistungsfähige Straßeninfrastruktur für den regionalen Verkehr zu schaffen.
Umfang der Sanierungsarbeiten
Die Fahrbahn soll auf eine Breite von sechs Metern ausgebaut werden, und es entstehen neue straßenbegleitende Gehwege. Zusätzlich wird eine neue Regenwasserkanalisation installiert. Parallel zum Straßenbau werden auch Arbeiten an der Trinkwasserversorgung durchgeführt, was diese zu einer Gemeinschaftsbaumaßnahme des Straßenbauamtes Neustrelitz und des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Demmin/Altentreptow macht.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 2,6 Millionen Euro, die vom Land Mecklenburg-Vorpommern getragen werden. Weitere Kostenanteile übernehmen die Gemeinde Groß Teetzleben mit 729.000 Euro und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 76.000 Euro. Das Land finanziert die Sanierung der Asphaltstraße, während die Gemeinde für Gehwege, Straßenlaternen und Straßenentwässerung aufkommt.
Reaktionen und Zukunftsaussichten
Bürgermeister Frank Schwarz äußerte sich erleichtert über die Sanierung, nachdem es in den letzten Jahren zu Rückschlägen gekommen war. Schon bei seinem Amtsantritt im Jahr 2018 war die Sanierung eine Forderung der Gemeindevertretung. Er betonte, dass die Maßnahme die Attraktivität der Gemeinde steigern könnte, was potenziell zu neuen Hausbauten oder der Ansiedlung von Betrieben führen könnte.
Diese Sanierung markiert einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der regionalen Infrastruktur und unterstreicht die Bedeutung von Investitionen in ländliche Gebiete. Die langfristigen Vorteile für die Verkehrssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung werden von den lokalen Behörden und Einwohnern mit Spannung erwartet.



