Erneuter Warnstreik bei Nahbus: Schülerverkehr in Nordwestmecklenburg massiv betroffen
Warnstreik bei Nahbus: Schülerverkehr massiv betroffen

Erneuter Warnstreik bei Nahbus: Schülerverkehr in Nordwestmecklenburg massiv betroffen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi Nord) hat für Freitag, den 27. Februar 2026, erneut zu einem Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Dieser Aufruf betrifft auch das kommunale Busunternehmen Nahbus in Nordwestmecklenburg und führt zu erheblichen Einschränkungen im gesamten Nahverkehrsnetz der Region.

Massive Folgen für den Schülerverkehr

Die Auswirkungen des Warnstreiks sind besonders gravierend für den Schülerverkehr. Wie Nahbus am 24. Februar mitteilte, fallen am Streiktag die klassischen Schülerlinien komplett aus. Eltern werden dringend gebeten, alternative Transportmöglichkeiten für ihre Kinder zur Schule zu organisieren. Diese Maßnahme trifft zahlreiche Familien in Nordwestmecklenburg und stellt eine zusätzliche Belastung im Alltag dar.

Notbetrieb nach Samstagsfahrplan

Trotz des Streiks wird Nahbus mit Unterstützung von Partnerunternehmen einen Notbetrieb aufrechterhalten. Auf den Taktlinien und im Stadtverkehr Wismar wird nach dem Samstagsfahrplan gefahren. Die gültigen Fahrpläne für den Streiktag können auf der Website von Nahbus unter der Rubrik „Fahrplan > Fahrplansuche NWM“ eingesehen werden. Allerdings gibt es Ausnahmen: Die Stadtverkehrslinie 30 in Grevesmühlen und die Linie 325 in Boltenhagen bleiben von den Einschränkungen unberührt und verkehren nach dem regulären Fahrplan.

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Einschränkungen bei Rufbussen

Rufbusse können grundsätzlich genutzt werden, jedoch nur nach Verfügbarkeit. Nahbus warnt ausdrücklich vor möglichen Kapazitätsengpässen, die zu weiteren Unannehmlichkeiten für Fahrgäste führen könnten. Reisende sollten sich daher auf Verzögerungen und eingeschränkte Optionen einstellen.

Gewerkschaft erhöht den Druck

Hintergrund des erneuten Warnstreiks ist die laufende Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr. Bereits am 2. Februar 2026 hatte Verdi zu einem ersten Warnstreik aufgerufen. Sascha Bähring, Verhandlungsführer der Verdi Nord, erklärt: „Wir haben bei den Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern zwar Fortschritte gemacht, eine Einigung war bislang aber nicht möglich. Auch der eine Streiktag bisher hat offensichtlich nicht ausgereicht. Deshalb erhöhen wir den Druck.“ Die Gewerkschaft strebt an, in einem weiteren Verhandlungstermin am 9. März 2026 zu einer Einigung zu kommen.

Der anhaltende Arbeitskampf unterstreicht die Spannungen im Tarifkonflikt und lässt weitere Unruhen im Nahverkehrssektor befürchten. Betroffene Bürger und insbesondere Eltern von Schulkindern müssen sich vorerst auf anhaltende Beeinträchtigungen einstellen.

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