Angler und Behörden beraten über Gewässerschutz im Biosphärenreservat Elbtalaue
Angler und Behörden beraten über Gewässerschutz im Biosphärenreservat

Angler und Behörden suchen Lösungen für Gewässerprobleme im Biosphärenreservat

Im Biosphärenzentrum Amt Neuhaus in Konau fand ein fast dreistündiges Gespräch zwischen Vertretern der sieben Angelvereine der Gemeinde Amt Neuhaus, Behörden und Verbänden statt. Der Austausch drehte sich um die Herausforderungen beim Angeln im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue. Zunächst wurden praktische Fragen wie das Nachtangeln und die Beschilderung geklärt.

Gewässerqualität als zentrales Problem

Schnell wurde jedoch deutlich, dass die eigentliche Sorge der Angler tiefer liegt. Die Gewässerqualität verschlechtert sich zunehmend, was das Angeln als Hobby beeinträchtigt. Besonders betroffen ist die Krainke, ein Gewässer, das sich quer durch die Gemeinde zieht. Es leidet unter übermäßigem Bewuchs, Verschlammung und teilweise sehr niedrigen Wasserständen.

Beobachtet werden Rückgänge bei Fischarten und -beständen sowie eine fortschreitende Verlandung in bestimmten Bereichen. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur das Angelerlebnis, sondern auch das ökologische Gleichgewicht.

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Suche nach Finanzierung und Koordination

Bettina Blankenhagen, Leiterin des Fachbereichs Bau, erklärte, dass die Gemeinde fortlaufend nach Finanzierungsmöglichkeiten für ökologische Maßnahmen an der Krainke sucht. Zwar stehen EU-Mittel zur Verfügung, doch für deren Beantragung ist ein aufwendiges Gewässerkonzept erforderlich.

Stefan Bartscht, Leiter des Fachdienstes Umwelt und Vorsitzender des Wasserforums Lüneburg, verwies auf die Möglichkeit, eine Gewässerallianz aufzubauen. Durch eine solche Allianz könnten Projekte gebündelt und besser koordiniert werden, um effektiver gegen die Probleme vorzugehen.

Maßnahmen und Engagement der Angelvereine

Die Biosphärenreservatsverwaltung kündigte punktuelle Maßnahmen an. Derzeit wird eine Stelle für „Auenmanagement und Gewässerökologie“ besetzt, um kurzfristig Verbesserungen zu erarbeiten. Vertreter der Angelvereine betonten ihr eigenes Engagement: Arbeits- und Maschinenkraft in den Vereinen sind vorhanden, um Maßnahmen vor Ort umzusetzen.

Holger Belz, Leiter des Biosphärenzentrums Amt Neuhaus, zog ein positives Fazit: Der Dialog habe gezeigt, dass allen Beteiligten das Bewusstsein für die Dringlichkeit und die Motivation zum Handeln nicht fehlt. Jetzt komme es darauf an, die besprochenen Ideen auch in die Tat umzusetzen, damit das Angeln in der Gemeinde Amt Neuhaus auch in Zukunft Freude bereitet.

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