Fernando Carro, Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, sorgt mit deutlichen Aussagen über den FC Bayern München für Aufsehen. Im Podcast „Spielmacher“ attestierte der Spanier dem deutschen Rekordmeister eine „gewisse Arroganz“ und machte zugleich klar, dass er selbst nicht für die Münchner arbeiten möchte.
Carro: Bayern hat eine „gewisse Arroganz“
„Die innere Kultur des Vereins ist schon so geprägt, dass sie es gewohnt sind, zu gewinnen. Das macht es vielleicht einfacher, zu gewinnen. Ich glaube, es ist diese gewisse Arroganz oder Selbstsicherheit, die solche Vereine haben“, erklärte Carro. Trotz der Kritik zollte er dem FC Bayern Respekt: „Die haben erst mal top Arbeit gemacht. Alle. Herbert Hainer, Uli Hoeneß, Kalle Rummenigge, die machen eine top Arbeit.“
Kein Interesse an einem Job in München
Der 61-Jährige betonte, dass er sich eine Zukunft beim FC Bayern nicht vorstellen könne: „Ich bin Leverkusener.“ Zudem enthüllte er, dass auch andere ehemalige oder aktuelle Sportfunktionäre der Werkself bereits Angebote aus München erhalten und abgelehnt hätten. „Der Rudi hat es nicht gemacht, der Simon hat es nicht gemacht. Obwohl sie die Angebote gehabt haben. So wie ich höre“, so Carro mit Verweis auf Rudi Völler und Simon Rolfes.
Vorgeschichte mit Spannungen
Die Aussagen sind vor dem Hintergrund früherer Konflikte zwischen Carro und dem FC Bayern zu sehen. Bereits im vergangenen Sommer hatte Carro die öffentlichen Anwerbeversuche der Münchner um Florian Wirtz kritisiert. „So etwas gehört sich eigentlich nicht. Mich hat es mehr gewundert als gestört, dass die öffentlich so aggressiv waren“, sagte Carro damals. Unvergessen ist auch seine Aussage bei einer Fanveranstaltung, dass er von Bayerns Sportvorstand Max Eberl „absolut nichts“ halte.



