Garnisonkirche Potsdam: Montage der Turmhaube beginnt im Mai
Garnisonkirche: Turmhauben-Montage startet im Mai

Die umstrittene Garnisonkirche in Potsdam bekommt ihre fehlende Turmhaube. Die Stiftung Garnisonkirche kündigte an, dass ab Mai die Montagearbeiten für das rund 30 Meter hohe Gebilde direkt neben dem Gebäude beginnen. Die verschiedenen Teile der Haube wurden bereits in Werkstätten vorgefertigt und werden nun am Boden vormontiert.

Zehn Tonnen Kupferblech müssen bearbeitet werden

„Das ist ein gutes Stück Arbeit“, erklärte Peter Leinemann, Verwaltungsvorstand der Stiftung. Rund zehn Tonnen Kupferblech müssten per Hand bearbeitet werden. Leinemann äußerte die Hoffnung, dass die fertige Haube im Frühsommer 2027 per Kran auf den Turm gehoben werden kann. Die Haube besteht aus Stahlsäulen und einem hölzernen Dachstuhl, die Außenhaut wird mit Kupfer verkleidet. Auf der Spitze soll eine drehbare Wetterfahne angebracht werden.

Hintergrund: Wiederaufbau nach jahrelangem Streit

Über den Wiederaufbau der Garnisonkirche wurde aufgrund ihrer dunklen Vergangenheit jahrelang gestritten. Die einstige Militärkirche galt als Symbol der Verbindung von Preußentum und Nationalsozialismus. Der Turm der Kirche wurde bereits 2024 eröffnet und folgt äußerlich dem barocken Stil des Originals. Im Turm befinden sich eine Kapelle, eine Aussichtsplattform in 57 Metern Höhe sowie eine Ausstellung, die sich kritisch mit der schwierigen Geschichte des Ortes auseinandersetzt. Zudem gibt es Angebote zur Demokratiebildung.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Finanzielle Schwierigkeiten und Besucherzahlen

Die Besucherzahlen blieben bislang hinter den Erwartungen zurück. Die Stiftung Garnisonkirche steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Im vergangenen Jahr sprach die Stiftung davon, dass sich die Garnisonkirche noch in der „Probephase“ befinde.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration