Bundespolizei in NRW verhängt striktes Waffenverbot an Bahnhöfen während der Karnevalszeit
In Nordrhein-Westfalen bereitet sich die Bundespolizei intensiv auf die bevorstehende Karnevalszeit vor. Mit einer Allgemeinverfügung werden von Altweiberdonnerstag bis einschließlich Karnevalsdienstag zahlreiche Bahnhöfe im Bundesland zu de facto Waffenverbotszonen erklärt. Dies bedeutet, dass gefährliche Gegenstände in diesen Bereichen streng untersagt sind.
Umfassende Kontrollen ohne konkreten Verdacht erlaubt
Die Polizeibeamten erhalten die Befugnis, Reisende an den betroffenen Bahnhöfen auch ohne einen spezifischen Verdacht zu kontrollieren. Diese Maßnahme zielt darauf ab, potenzielle Gewalttaten im Vorfeld zu verhindern, insbesondere angesichts der großen Menschenmassen, die zu den Karnevalsfeiern anreisen und oft Alkohol konsumieren.
Das Verbot umfasst ein breites Spektrum an Waffen und gefährlichen Gegenständen. Dazu gehören:
- Schusswaffen wie Pistolen und Gewehre
- Hieb- und Stoßwaffen, beispielsweise Messer und Beile
- Luftdruck- und CO₂-Waffen
- Alle anderen Gegenstände, mit denen erhebliche Verletzungen verursacht werden könnten
Betroffene Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
Die Allgemeinverfügung betrifft eine Reihe von wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Zu den betroffenen Bahnhöfen zählen unter anderem die Hauptbahnhöfe in Münster, Paderborn, Bielefeld, Hamm, Moers, Voerde, Düsseldorf, Duisburg, Wuppertal, Oberhausen, Mönchengladbach, Bonn und Köln. Ebenfalls eingeschlossen sind die Bahnhöfe Köln-Süd und Siegburg/Bonn.
Juristisch kann die Bundespolizei keine offiziellen Waffenverbotszonen ausrufen, daher greift sie auf die Allgemeinverfügung zurück, die in der Praxis jedoch denselben Effekt erzielt. Die Behörde begründet diese strenge Regelung mit der Nähe vieler Bahnhöfe zu großen Karnevalszügen und den erhöhten Sicherheitsrisiken während der Festtage.
In der Vergangenheit haben Gewalttaten im Karnevalsumfeld immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, weshalb die Polizei nun präventiv handelt. Sie warnt ausdrücklich davor, dass in solchen Situationen gefährliche Gegenstände leicht zum Einsatz kommen könnten, und betont die Notwendigkeit dieser Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.
Diese Initiative unterstreicht das Engagement der Sicherheitskräfte, für einen friedlichen und sicheren Karneval in Nordrhein-Westfalen zu sorgen, während gleichzeitig die Rechte der Reisenden gewahrt bleiben.



