In der Eifel hat die Polizei einen Motorradfahrer geblitzt, der mit 90 Kilometern pro Stunde durch eine 50er-Zone raste und dabei einen Wheelie vollführte. Der Vorfall ereignete sich auf der Landesstraße 15 bei Heimbach in Nordrhein-Westfalen. Das riskante Manöver wurde am Sonntag während einer Geschwindigkeitskontrolle der Dürener Polizei auf verschiedenen Bundes- und Landesstraßen in der Eifel dokumentiert.
Insgesamt 376 Verkehrsverstöße festgestellt
Die Polizei teilte auf Anfrage mit, dass bei den Kontrollen insgesamt 376 Verkehrsverstöße festgestellt wurden. Darunter befanden sich 192 Verstöße von Motorradfahrern, von denen 25 mit einem Fahrverbot rechnen müssen. Zudem müssen zwei Autofahrer mit einem Fahrverbot rechnen.
Strafen für den Einrad-Biker
Für den Motorradfahrer, der auf dem Hinterrad fuhr, wird es nun teuer. Ihm drohen 200 Euro Bußgeld, ein Punkt in Flensburg und gegebenenfalls ein Fahrverbot. Das Fahren auf nur einem Rad mit dem Motorrad ist in Deutschland nicht explizit verboten, aber es kann als Ordnungswidrigkeit gewertet werden, wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Der ADAC weist darauf hin, dass in solchen Fällen Bußgelder verhängt werden können.
Noch schneller: 154 km/h in der 50er-Zone
Noch extremer war ein 24-jähriger Motorradfahrer aus Nideggen, der mit 154 km/h in der 50er-Zone unterwegs war. Ihn erwartet unter anderem ein dreimonatiges Fahrverbot. Der schnellste gemessene Pkw erreichte 103 km/h. Die Polizei betont die Gefahren solcher Rasereien: Allein in Nordrhein-Westfalen starben im Jahr 2025 insgesamt 45 Menschen bei Motorradunfällen, die meisten davon auf Landstraßen.
Unfall in der Nähe des Blitzerortes
Erst vor rund einer Woche ereignete sich in der Nähe der Stelle, an der das waghalsige Blitzerfoto entstand, ein Unfall. Ein 22-jähriger Motorradfahrer wurde schwer verletzt, als er ein Auto überholen wollte. Die Polizei mahnt zur Vorsicht und weist auf die hohen Risiken von Geschwindigkeitsüberschreitungen und riskanten Fahrmanövern hin.



