Torwart Esteban Andrada von Real Saragossa ist nach einem heftigen Ausraster für 13 Spiele gesperrt worden. Der spanische Fußballverband RFEF gab die Strafe bekannt. Der 35-jährige Argentinier hatte am vergangenen Sonntag im Zweitliga-Abstiegsduell bei SD Huesca die Nerven verloren und dem gegnerischen Kapitän Jorge Pulido mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
Ablauf des Eklats
In der achten Minute der Nachspielzeit lag Saragossa mit 0:1 zurück und drängte auf den Ausgleich. Als der Schiedsrichter eine Szene am Spielfeldrand überprüfte, sprach Andrada ihn an. Huesca-Kapitän Pulido stellte sich dem Torwart in den Weg und wurde von diesem weggestoßen. Dafür sah Andrada Gelb-Rot. Daraufhin verlor er die Kontrolle und schlug Pulido nieder.
Nach dem Faustschlag kam es zu Tumulten auf dem Platz. Die Polizei musste eingreifen, und zwei weitere Spieler erhielten die Rote Karte, bevor sich die Lage beruhigte.
Reaktionen und Strafmaß
Die Sperre setzt sich zusammen aus einer automatischen Sperre von einem Spiel für die Gelb-Rote Karte und zwölf weiteren Spielen für die Tätlichkeit. In den sozialen Medien und spanischen TV-Sendern wurde der Vorfall intensiv diskutiert. Viele spanische Sportzeitungen bezeichnen die Strafe als „historisch“.
Andrada zeigte sich nach dem Spiel reumütig. „Ich bedauere es sehr“, sagte der Argentinier mehrfach. So etwas sei ihm in seiner Karriere nie passiert, ihm seien die Sicherungen durchgebrannt. Er bat Pulido um Verzeihung und akzeptierte die Konsequenzen.
Hintergrund des Torwarts
Andrada ist ein erfahrener Torhüter, der vor einigen Jahren vier Spiele für die argentinische Nationalmannschaft absolvierte. Im vergangenen Sommer wechselte er von CF Monterrey zu Real Saragossa. Mit Monterrey nahm er an der Club-WM in den USA teil, wo das Team um Sergio Ramos im Achtelfinale gegen Borussia Dortmund ausschied.



