Vorletzter Fall von Bibi und Moritz: Lohnt sich der Wien-„Tatort“?
Es wird eine harte Zeit für alle Tatort-Fans: Die längste Sommerpause in der Geschichte des Sonntagskrimis steht bevor. Aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft dauert die Unterbrechung vom 10. Mai bis zum 13. September. Der heutige Wiener Fall mit dem Titel „Gegen die Zeit“ ist nicht nur der vorletzte Tatort vor dieser langen Pause, sondern auch der vorletzte für das beliebte Ermittlerduo Eisner und Fellner, das sich Ende 2026 in den TV-Ruhestand verabschiedet.
Der Fall: Mord im „Sonnenhof“
Die Handlung beginnt mit einem brutalen Verbrechen: Der Leiter einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren wird tot auf der Straße aufgefunden – erschlagen. Die Wohngemeinschaft, genannt „Sonnenhof“, beherbergt schwierige Jungs, und einer von ihnen, der polizeibekannte Cihan, ist spurlos verschwunden. Die Spannung steigt: War er der Täter? Oder steckt ein anderer Bewohner dahinter? Vielleicht ein Kollege aus dem Betreuerteam? Oder hat ein Nachbar mit Waffe, Hund und rechtslastigen Ansichten etwas mit der Tat zu tun? Die Kommissare Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) nehmen die Ermittlungen auf und fragen sich tapfer durch das Dickicht der Verdächtigen.
Lohnt sich das Anschauen?
Die Antwort ist: Geht so. Der vorletzte Fall des Wiener Duos ist zwar akribisch aufgearbeitet und zeigt die gewohnte Gründlichkeit der Ermittler, aber insgesamt wirkt die Episode ein wenig fad. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ohne große Überraschungen oder emotionale Höhepunkte. Für eingefleischte Fans ist es dennoch ein Pflichttermin, um Bibi und Moritz auf ihrem vorletzten Fall zu begleiten. Die Hoffnung bleibt, dass die beiden Schmäh- und Grantel-Lieblinge aus Wien zum endgültigen Abschied Ende 2026 etwas mehr Glanz und Spannung bekommen – vielleicht mit einem echten Knallerfall.
Meine Bewertung
Ich vergebe die Note 4. Solide, aber nicht herausragend. Wer den Wiener Tatort mag, wird nicht enttäuscht, aber auch nicht vom Hocker gerissen.



