Große Bahn-Pläne an der Ostsee: Direktverbindung Swinemünde–Stralsund soll Pendler und Touristen begeistern
Bahn-Pläne Ostsee: Direktverbindung Swinemünde–Stralsund

Große Bahn-Pläne an der Ostsee: Warum Pendler und Urlauber auf diese Direktverbindung hoffen

Swinemünde/Stralsund • Eine neue Bahnlinie an der Ostseeküste könnte bald Realität werden. Der Kreistag Vorpommern-Greifswald berät aktuell über einen ambitionierten Vorstoß: Eine durchgängige Direktverbindung zwischen dem polnischen Swinemünde und dem deutschen Stralsund soll entstehen. Diese Strecke würde es Pendlerinnen und Pendlern sowie Touristinnen und Touristen ermöglichen, ohne lästige Umstiege zu reisen und wertvolle Zeit zu sparen.

Pendler und Touristen als Hauptprofiteure

Die GfVG-Kreistagsfraktion plant, den Beschlussvorschlag noch in dieser Woche in den Kreistag einzubringen. Bei einem positiven Ergebnis soll sich Landrat Michael Sack (CDU) bei der Landesregierung, insbesondere bei Wirtschaftsminister Blank, bei der Deutschen Bahn und bei der Usedomer Bäderbahn für das Projekt starkmachen. Das Besondere an der geplanten Verbindung ist die direkte Route: Bisher müssen Reisende in Züssow umsteigen, was die Reisezeit verlängert und den Komfort mindert.

Laut der Beschlussvorlage würde die neue Direktverbindung nicht nur die Attraktivität der Bahnlinie steigern, sondern auch die Gemeinden an den Haltestellen aufwerten. „Durch eine Direktverbindung würden auch die Gemeinden an den Haltestellen aufgewertet. Es bestünde die Chance, den Leerstand an Wohnimmobilien insbesondere in der Stadt Wolgast zu verringern“, heißt es in dem Dokument. Dies könnte einen positiven Effekt auf die regionale Wirtschaft und den Immobilienmarkt haben.

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Hürden und Zeitplan der Umsetzung

Ob das geplante Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden kann, steht jedoch noch in den Sternen. Die Kompetenz zur Einrichtung neuer Bahnlinien liegt beim Land Mecklenburg-Vorpommern und bei der Deutschen Bahn. Der Landrat könnte lediglich als Fürsprecher auftreten und für das Projekt werben. Ein Sprecher bestätigte gegenüber dem Nordkurier: „Sollte dieser Beschluss so vom Kreistag gefasst werden, dann wird der Landrat diesen auch so umsetzen.“ Er fügte hinzu, dass die Entscheidungskompetenz zwar nicht beim Landrat liege, aber er mit der nötigen Vehemenz für das Thema werben werde.

Wann im besten Fall mit der neuen Bahnlinie zu rechnen ist, lässt sich aktuell noch nicht abschätzen. Die Umsetzung neuer Linien dauerte in der Vergangenheit regelmäßig mehrere Jahre. Selbst wenn der Kreistag positiv abstimmen sollte, könnten bis zur Realisierung noch viele Züge den Umweg über Züssow nehmen. Die Hoffnung auf eine schnellere und bequemere Anbindung bleibt jedoch bei Pendlerinnen und Pendlern sowie Touristinnen und Touristen bestehen.

Die geplante Direktverbindung Swinemünde–Stralsund könnte somit nicht nur den Verkehr an der Ostseeküste revolutionieren, sondern auch die Region wirtschaftlich und touristisch stärken. Die Entscheidung des Kreistags wird mit Spannung erwartet.

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