Die Arbeiten zur Bergung des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals vor der Insel Poel gehen weiter. Am Morgen haben Helfer einer privaten Initiative sowie Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ihre Tätigkeiten wieder aufgenommen. Mehrere Boote verließen den Hafen von Kirchdorf, wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Auf Livestreams des Geschehens war zu sehen, wie Menschen in Trocken- und Neoprenanzügen im flachen Wasser am Wal arbeiteten. Sie bedeckten das Tier unter anderem mit Tüchern, um es vor der Sonneneinstrahlung zu schützen.
Planung der Bergung
Nach Angaben der Beteiligten soll der schätzungsweise zwölf Tonnen schwere Meeressäuger nach vier Wochen in einem flachen Seitenarm der Wismarbucht seine Reise Richtung Nordsee antreten. Dies soll lebend und samt Wasser an Bord eines Lastkahns geschehen, der normalerweise für den Transport von Schiffen genutzt wird. Auch auf dieser sogenannten Barge waren am Morgen den Livestreams zufolge bereits Arbeiter zu sehen. Die eigentliche Bergung, also das Verbringen des Wals in den Kahn, dürfte sich als knifflig erweisen.
Methode und offene Fragen
Das Tier soll vorwärts mithilfe eines Gurtes durch eine eigens im flachen Wasser geschaffene Rinne zur Barge und in diese hinein gelenkt werden. Ob dieses neue Konzept vom Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern geduldet wird, wurde am Morgen noch geprüft. Dies ist eine der wichtigsten offenen Fragen, die über den weiteren Verlauf der Aktion entscheiden könnte.
Heute könnte ein entscheidender Tag für die geplante Bergung des Wals werden. Die Einsatzkräfte vor Ort sind optimistisch, dass der Wal bei gutem Wetter und reibungslosem Ablauf noch im Laufe des Tages auf den Lastkahn gebracht werden kann. Sollte dies gelingen, wäre ein wichtiger Schritt zur Rettung des Tieres getan.



