Der kenianische Läufer Sabastian Sawe hat nach seinem Weltrekord beim London-Marathon angekündigt, schon bald eine Zeit unter zwei Stunden laufen zu können. „Es ist nur eine Frage der Zeit. Wenn man sich gut auf ein Rennen vorbereitet hat, ist alles möglich“, sagte der 31-Jährige auf eine entsprechende Reporterfrage. Sawe hatte in London mit 1:59:30 Stunden die bisherige Bestmarke um 65 Sekunden unterboten und als erster Mensch bei einem offiziellen Rennen die Zwei-Stunden-Marke geknackt.
Nächster Start in Berlin oder Chicago
Bereits im Herbst will Sawe erneut an den Start gehen. Als möglicher Ort gilt Berlin, dessen Strecke als besonders schnell gilt. Sein Trainer Claudio Berardelli kündigte kurz nach dem Rennen weitere Heldentaten an: „Sabastian hat sein maximales Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Es war erst sein vierter Marathon.“
Sawe plädiert für sauberen Sport
Sawe hielt zudem ein Plädoyer für sauberen Sport. „Doping ist ein Krebs geworden in meinem Land“, sagte er. Er und sein Team hätten daher ein strenges Dopingkontrollprogramm eingeführt, um keine Zweifel an seinen Leistungen aufkommen zu lassen. Er habe zeigen wollen, dass man schnell und sauber laufen könne – vor dem Hintergrund mehrerer positiver Dopingfälle aus Kenia.
Adidas stellte der Athletics Integrity Unit (AIU) 50.000 Dollar zur Verfügung, um Sawe für zwölf Monate regelmäßig testen zu lassen. Geplant sind 25 Tests außerhalb von Wettkämpfen in der Vorbereitung auf den Berlin-Marathon im September. Billy Sperlich, der Sawe sportwissenschaftlich betreute, sieht noch Potenzial: „Was Hobbysportler aus den Geheimnissen hinter dem Wunderlauf lernen können, ist beeindruckend.“



