Buckelwal-Rettung in der Ostsee: Lastkahn-Transport rückt näher
Buckelwal-Rettung: Lastkahn-Transport rückt näher

Seit Wochen hält ein gestrandeter Buckelwal vor der Insel Poel die Menschen in Atem. Nun könnte die Rettungsaktion in ihre entscheidende Phase treten. Ein privates Team aus Helfern und Spezialfirmen plant, das etwa zwölf Meter lange und zwölf Tonnen schwere Tier mit einem Lastkahn in die Nordsee zu transportieren. Die Aktion wird von privaten Geldgebern finanziert.

Planung für den Transport

Der Lastkahn, eine sogenannte Barge, soll den Wal aufnehmen und über die Ostsee zur Nordsee bringen. Ursprünglich war der Transport für Dienstag vorgesehen, doch Verzögerungen sind möglich. Der Kahn wird in Wismar vorbereitet und soll dann vor Poel eintreffen. Helfer haben eine Rinne zum tieferen Wasser gebaggert, um den Wal zur Barge zu leiten.

Technische Details

Der Wal soll mit einem Gurt unterstützt werden, um in den Kahn zu gelangen. Der Gurt wird unter der Brust des Tieres angebracht und von mehreren Personen gezogen. Sollte der Wal in Panik geraten, kann der Gurt gelöst werden. Frühere Pläne, den Wal rückwärts mit einer Plane zu bewegen, wurden verworfen.

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Kritik und Bedenken

Walforscher Fabian Ritter äußerte Skepsis gegenüber dem Rettungsversuch. Er betonte, dass der Zustand des Wales prekär sei und der Transport sowie die Lautstärke enormen Stress verursachen könnten. Ritter vermisst zudem Ergebnisse von Blutproben oder Analysen der Atemluft, um die Überlebenschancen besser einschätzen zu können.

Einsatz der DLRG

Die DLRG ist mit ehrenamtlichen Kräften vor Ort, kann den Einsatz aber nur bis Mittwoch aufrechterhalten. Einsatzleiter Oliver Bartelt erklärte, dass die DLRG nicht im Katastrophenschutzeinsatz sei und die personellen Ressourcen begrenzt sind.

Reaktionen der Behörden

Umweltminister Till Backhaus besuchte den Wal mehrfach und zeigte sich zuversichtlich. Er bestätigte, dass die Veterinäre den Wal als transportfähig eingestuft haben. Allerdings funktioniert der angebrachte Peilsender unter Wasser nicht, was die Überwachung erschwert. Die Behörden prüfen derzeit den Einsatz eines wasserfesten Senders aus Kanada.

Öffentliche Anteilnahme

Die Bilder des gestrandeten Wales haben bundesweit für Anteilnahme gesorgt. Viele Schaulustige verfolgen die Rettungsaktion vor Ort. Tierschützer demonstrieren im Hafen von Kirchdorf für eine schonende Rettung.

Ausblick

Wenn alles nach Plan verläuft, könnte der Wal in den nächsten Tagen seine Reise in die Nordsee antreten. Die Helfer arbeiten unter Hochdruck, um die letzten Vorbereitungen abzuschließen. Ob der Wal die Strapazen überlebt, bleibt abzuwarten. Die Experten sind gespannt, wie das Tier die Reise übersteht.

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