Elbe-Markt auf Festung Dömitz: Biosphärengedanke vereint Region am Sonntag
Elbe-Markt auf Festung Dömitz feiert Biosphärengedanken

Elbe-Markt auf Festung Dömitz: Ein länderübergreifendes Fest der Biosphäre

Am kommenden Sonntag, dem 26. April, erwacht die historische Festung Dömitz erneut zum Leben, wenn der einzigartige BiosphäreElbeMarkt seine Tore öffnet. Dieses besondere Jahresereignis vereint erstmals beide Seiten der Elbe in einer festlichen Zusammenkunft, die den Geist des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe feiert. Organisatoren rechnen bei gutem Wetter mit mehreren tausend Besuchern, die den Festungshof und die umliegenden Areale bevölkern werden.

Ein Markt der Superlative mit regionalem Charakter

Über fünfzig Marktstände präsentieren unter dem Motto Qualität aus der Region kulinarische Spezialitäten und handwerkliche Produkte von Partnern des Biosphärenreservates. Die Angebote stammen aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, was die länderübergreifende Bedeutung dieses Events unterstreicht. Der Markt ist weit mehr als nur ein Verkaufsgeschehen – er wird durch vielfältige Mitmachaktionen für alle Altersgruppen bereichert.

Besucher können sich auf spezielle Führungen zur Geschichte der imposanten Festungsanlage freuen oder an Exkursionen zu Fledermäusen, Wildkräutern und Insekten teilnehmen. Im Infozentrum des Biosphärenreservats wartet zudem die faszinierende Fotoausstellung Wilde Elbe der Gesellschaft für Tierfotografie auf interessierte Gäste.

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Buntes Bühnenprogramm und logistische Herausforderungen

Auf der Freilichtbühne sorgen der Kinderchor der Dömitzer DRK-Kita Regenbogenland sowie verschiedene Tanzgarden des Dömitzer Carneval Club für unterhaltsame Stunden. Ein besonderes Highlight ist der erstmalige Auftritt der preisgekrönten gemeinnützigen Organisation kultursegel aus Mecklenburg-Vorpommern.

Deren Programm Musik trifft Natur umfasst drei verschiedene Aufführungen, bei denen fünf Musiker mit fetziger Blechblasmusik auf den Kranich Kalypso treffen. Dieses liebevolle Puppenspiel entwickelt sich zu einem heimatlich-lustigen Konzertvergnügen für Groß und Klein. Im Anschluss bietet das Team zwei Workshops der Mobilen Musikwerkstatt an, bei denen kreative Besucher Schlauchtrompeten und Kranichschnäbel selbst bauen können.

Die Organisation des Marktes stellt die Beteiligten jedoch vor besondere logistische Herausforderungen. Fast alle Materialien müssen über die schmale Holzbrücke und durch den Tunnelgang in den Innenhof der Festung transportiert werden. Diese aufwendigen Vorbereitungen sind ein Grund, warum eine regelmäßige Wiederholung des Marktes derzeit nicht möglich ist.

Finanzielle Grenzen und ungewisse Zukunft der Festung

Obwohl sich die Biosphärenreservate, die Stadt Dömitz und der für die Festung zuständige Zweckverband mehrere Märkte pro Jahr wünschen würden, ist dies mit der gegenwärtigen finanziellen Ausstattung nicht realisierbar. Dies wurde im Vorgespräch mit der Redaktion eindeutig bestätigt. Die Zukunft der zu sanierenden Festungsanlage bleibt zudem ungewiss – welchem Zweck sie später einmal dienen soll, steht noch nicht fest.

Dennoch markiert der Biosphärenmarkt den ersten Veranstaltungshöhepunkt des Jahres in der Region. Schon vor Marktbeginn startet um 9.30 Uhr eine zweistündige Radtour mit der Natur- und Landschaftsführerin Gertrud Rohloff-Hecker vom brandenburgischen Ort Mödlich. Diese Tour führt entlang des Grünen Bandes bis zur mecklenburgischen Festung Dömitz und umfasst etwa zwanzig Kilometer.

Der Elbe-Markt findet in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt und hat sich zu einem festen Bestandteil des regionalen Kulturkalenders entwickelt. Parkprobleme werden nicht erwartet – in der Stadt und der Umgebung der Festung stehen ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung, auch wenn Besucher dafür einen kurzen Fußweg in Kauf nehmen müssen.

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