Warum ich den Frost in Rostock jetzt zu schätzen weiß: Mein Balkon-Kühlschrank
Während viele Menschen in Rostock über die anhaltende Kälte und den Frost stöhnen, empfinde ich persönlich gerade eine unerwartete Dankbarkeit für die Minusgrade. Der Winter spielt mir ausgerechnet in dieser Phase meines Lebens in die Karten, und das hat einen sehr praktischen Grund.
Ein Umzug mit Hindernissen
Wie ich bereits berichtet habe, erlebte ich kürzlich den wohl schlimmsten Umzug meines Lebens. Schnee, Eis und steinige Wege machten den Transport zur Herausforderung. Der Winter hat den Norden Deutschlands nach wie vor fest im Griff, und ehrlich gesagt, dachte ich mir in den letzten Tagen mehrfach, dass es langsam wieder etwas wärmer werden könnte.
Die unerwartete Lösung auf dem Balkon
Auf der anderen Seite bin ich jedoch froh über die anhaltende Kälte. Denn in meiner neuen Stadt Rostock und in der frisch bezogenen Wohnung fehlt mir noch eine vollständige Küche. Auch der Kühlschrank ist noch nicht in meinen eigenen vier Wänden angekommen. Zwar habe ich inzwischen alles bestellt, doch auf die Lieferung des Kühlschranks muss ich noch etwa vier Wochen warten. Dieser wird erst im März geliefert, zusammen mit den restlichen Teilen der Küche.
Die entscheidende Frage lautete also: Wohin mit den Lebensmitteln, damit ich mir wenigstens morgens und abends etwas auf das Brot legen kann? Meine kreative Lösung: Ein größerer Topf mit Deckel dient mir nun als provisorischer Kühlschrank. Dieser steht sicher auf meinem Balkon. Bei den Temperaturen um den Gefrierpunkt werden die Lebensmittel zumindest ausreichend gekühlt.
Vorsichtsmaßnahmen gegen ungebetene Gäste
Um wirklich sicherzugehen, dass niemand an den Topf geht, habe ich zusätzlich ein Gummiband darüber gespannt. Schließlich möchte ich keine Möwen-Attacke auf meinen improvisierten Kühlschrank erleben. Solche Vorfälle sind mir in der Vergangenheit leider nicht erspart geblieben. Diese Vorkehrung mag übertrieben erscheinen, doch sie gibt mir das nötige Gefühl der Sicherheit.
Eine pragmatische Zwischenlösung
Zugegeben, das ist nicht die eleganteste oder beste Lösung, aber immerhin eine funktionierende. Mein Kühlschrank-Topf ist so gefüllt, dass ich mir damit morgens und abends eine Stulle schmieren kann. Von mir aus kann es also ruhig bis Mitte März kalt bleiben. Die Wahl zwischen Frost und wärmeren Temperaturen fällt mir leicht: Ich entscheide mich klar für die Kälte. Sie erweist sich in meiner aktuellen Situation als unerwarteter Verbündeter.
Manchmal sind es die kleinen, praktischen Lösungen, die den Alltag meistern helfen. In Rostock zeigt sich der Winter von einer nützlichen Seite, die ich zuvor nie in Betracht gezogen hätte. Die Minusgrade verwandeln meinen Balkon in einen natürlichen Kühlraum und machen das Warten auf die Küchenlieferung erträglicher.



