Heizkosten-Schock nach eisigem Winter? Stadtwerke Rostock geben Entwarnung und Tipps
Heizkosten-Schock nach Winter? Stadtwerke Rostock geben Tipps

Heizkosten nach eisigem Winter: Droht Rostockern der Schock bei der Nebenkostenabrechnung?

Der Januar 2026 hat Rostock und die Küstenregion mit eisigen Temperaturen fest im Griff gehalten. Zweistellige Minusgrade, gefrorene Ostsee und eisiger Wind ließen die Heizungen in hunderttausenden Haushalten auf Hochtouren laufen. Doch steht nach diesem winterlichen Hammer nun auch ein finanzieller Knaller bei den Nebenkosten bevor? Die Stadtwerke Rostock ordnen die Lage ein und geben konkrete Ratschläge für Verbraucher.

Energieverbrauch deutlich gestiegen: 20 Prozent mehr Fernwärme im Januar

Die Zahlen der Stadtwerke sprechen eine klare Sprache: Mit einer Monatsmitteltemperatur von minus 0,4 Grad Celsius lag der Januar 2026 ganze 3,6 Grad unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Diese Kälteperiode hatte direkte Auswirkungen auf den Energieverbrauch in der Region.

Die Stadtwerke verzeichneten gegenüber ihren eigenen Prognosen:

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  • 20 Prozent mehr Fernwärme-Abgabe
  • 19 Prozent höheren Gasverbrauch
  • 4 Prozent mehr Stromlieferungen

Alexander Christen, Sprecher der Stadtwerke Rostock, erklärt dazu: „Im Nordosten war der Januar 2026 ein typisch winterlich geprägter, aber sonniger Monat. Klar ist: Wird mehr Wärme zum Heizen benötigt, steigt auch der CO₂-Ausstoß. Allerdings sorgen Wind und Sonne zugleich für eine hohe Stromproduktion aus erneuerbaren Energien.“

Müssen Rostocker mit Nachzahlungen rechnen?

Die entscheidende Frage für viele Haushalte lautet: Drohen jetzt hohe Nachzahlungen bei der nächsten Nebenkostenabrechnung? Die Stadtwerke geben hier zunächst Entwarnung. „Kein dringender Handlungsbedarf“ bestehe, so Christen, denn „oftmals gleichen sich monatliche Temperaturunterschiede über das Jahr hinweg wieder aus.“

Trotzdem betont der Stadtwerke-Sprecher: „Bei kalten Temperaturen steigt typischerweise auch der Heizwärmeverbrauch. Dies hängt aber auch stark vom persönlichen Heizverhalten oder der Wärmedämmung eines Hauses ab.“

Praktische Tipps: So können Verbraucher Nachzahlungen vermeiden

Für Kunden, die auf Nummer sicher gehen möchten, haben die Stadtwerke Rostock konkrete Empfehlungen:

  1. Abschlagszahlungen anpassen: Wer Nachzahlungen vermeiden möchte, kann seine monatlichen Abschlagszahlungen nach oben korrigieren.
  2. Mehrere Wege zur Anpassung: Diese Änderung ist über das Kundenportal im Internet, telefonisch oder direkt im Haus der Stadtwerke möglich.
  3. Zählerstände selbst überwachen: Kunden können ihre Verbräuche durch regelmäßiges Ablesen der Zählerstände und digitale Übermittlung besser kontrollieren.

Versorgungssicherheit und Preisentwicklung

Eine konkrete Prognose zu möglichen Mehrbelastungen wollten die Stadtwerke nicht geben. Christen begründet dies mit der noch laufenden Heizperiode: „Die aktuelle Heizperiode ist noch nicht vorbei. Eine Prognose über die zukünftige Temperaturentwicklung wäre Spekulation.“

Positiv zu vermerken ist, dass die Stadtwerke Rostock ihre Preise für Strom und Gas zum 1. Januar 2026 gesenkt haben. Die Energiemengen seien langfristig gesichert beschafft worden.

Zur Versorgungssicherheit mit Gas teilen die Stadtwerke mit: „Laut Bundesnetzagentur ist die Versorgungssicherheit gewährleistet. In ihrem aktuellen Lagebericht schätzt sie die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein. Ein sparsamer Umgang mit Gas bleibt angesichts des weiterhin erhöhten Preisniveaus für Haushaltskunden sinnvoll. Insofern ist die Versorgung mit Gas, Strom und Wärme gesichert.“

Fazit: Während der kalte Januar den Energieverbrauch in Rostock deutlich erhöht hat, sehen die Stadtwerke keinen Grund zur Panik. Durch angepasste Abschlagszahlungen und bewusstes Heizverhalten können Verbraucher mögliche Nachzahlungen minimieren. Die Versorgung mit allen Energieformen bleibt nach Unternehmensangaben gesichert.

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