Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) – Tag 28 in der Bucht von Poel. Die Rettung von Buckelwal Timmy geht in die entscheidende Phase. Die Barge, die ihn zurück ins offene Meer bringen soll, ist auf dem Weg nach Wismar. Doch die Aktion birgt Risiken für das Helfer-Team. Meeresbiologe Fabian Ritter warnt im Interview vor plötzlichen Panikreaktionen des Wals, die die Retter gefährden könnten.
Ruhe vor dem Befreiungsschlag
Die Vorbereitungen für Timmys Abtransport laufen auf Hochtouren. Der Wal hat sich so positioniert, dass er nun günstig an der Fahrrinne liegt. Alle Neuigkeiten zur Mission gibt es im Live-Ticker.
Die Mega-Barge für Timmy
Das 50 Meter lange Spezialschiff zur Rettung des Buckelwals ist weiter unterwegs. Es könnte noch heute in der Ostsee eintreffen.
GPS-Tracker-Anbringung
Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies erklärte, wie der Sender befestigt wird. Ein Einschießen des Trackers, wie es manche Artenschützer praktizieren, lehnt sie als zu grausam ab. Stattdessen wird entweder eine Befestigung an der Haut oder ein Gurtsystem geprüft. Die Entscheidung soll während der Überfahrt fallen.
„So viel Druck wie nötig, so wenig wie möglich“
Dr. Tönnies rechnet damit, dass Timmy bei der Verladung kooperiert. Der Wal werde nicht aktiv angetrieben oder stark gezogen. Gurte und Konstruktion sollen ihm lediglich den Weg in die Barge weisen.
Einsatzstart um 7 Uhr – Dauer unklar
Ab morgen früh um 7 Uhr soll der entscheidende Einsatz beginnen. Wie lange die Verladung dauert, ist offen. DLRG-Einsatzleiter Oliver Bartelt sagte auf die Frage nach einem möglichen Scheitern: Die DLRG werde am Mittwoch abreisen; was dann geschehe, müsse man sehen.
DLRG warnt vor Erschöpfung
Oliver Bartelt macht die enorme Belastung deutlich: „Die menschliche Ressource neigt sich dem Ende zu.“ Viele Helfer arbeiten seit Tagen am Limit. Der morgige Schritt soll alles absichern.
„Ich will ihn retten“
Tierärztin Tönnies begrüßt die Anteilnahme der Öffentlichkeit. Solange sie vor Ort sei, werde sie dafür sorgen, dass Timmy nicht überbeansprucht wird. Ihr Ziel ist klar: Sie will ihn retten.
„Man hätte zwei Wochen früher anfangen müssen“
Auf die Frage nach Zeitverzug antwortet Dr. Tönnies offen: Man hätte früher beginnen müssen. Jetzt gelte es, mit der aktuellen Situation das Beste für den Wal zu erreichen.
Ernährungszustand „noch okay“
Der Ernährungszustand von Timmy sei noch ausreichend zum Überleben, so die Tierärztin. Trotz Gewichtsverlusts habe er noch Reserven.
„Er hat kaum Chancen, nicht in die Barge zu kommen“
Dr. Tönnies zeigt sich zuversichtlich: Der Wal werde kaum vermeiden können, in die Barge zu gelangen. Die Chancen für den entscheidenden Schritt stünden gut.
Atmung wird flacher – „Er muss dringend runter“
Die Atmung des Wals hat sich verschlechtert, er atmet flacher. Der Wal baut weiter ab. Nach Einschätzung der Tierärztin muss er dringend von der Sandbank herunter. Die nächsten Stunden sind entscheidend.



