Vom Binnenland an die Küste: Ein Rentnerpaar findet sein Glück am stürmischen Haff
Pfarrer im Ruhestand Thomas Dietz und seine Ehefrau Gudrun haben vor wenigen Monaten einen bemerkenswerten Ortswechsel vollzogen. Aus dem uckermärkischen Schönfeld sind sie an das vorpommersche Haff gezogen, wo sie in Mönkebude bei Ueckermünde ihr neues Domizil gefunden haben. Der Wechsel vom platten Land an die Ostsee bringt für das Paar im Ruhestand ganz neue Erfahrungen mit sich.
Die Faszination der rauen Natur am Wasser
Besonders begeistert zeigen sich die beiden von der intensiven Naturerfahrung an der Küste. Wenn stürmische Böen über das Haff fegen und die Wellen gegen den Strand schlagen, dann halten sich der ehemalige Pastor und die pensionierte Gemeindepädagogin am liebsten im Freien auf. Selbst bei winterlichen Temperaturen und eisigem Wind lassen sie sich nicht davon abhalten, ihre täglichen Spaziergänge zu unternehmen.
„Man hört den Filmer förmlich bibbern“, beschreibt ein kurzes Video, das das Paar am Montagabend gegen 21 Uhr am Mönkebuder Strand aufgenommen hat. Trotz der klirrenden Kälte und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt genießen die beiden das raue Wetter, dick eingemummelt in warme Kleidung.
Ein gut vernetztes Leben in der neuen Wahlheimat
In ihrer neuen Heimat haben Gudrun und Thomas Dietz schnell Anschluss gefunden. Mehrere gastronomische Adressen zählen mittlerweile zu ihren regelmäßigen Anlaufstellen, wo sie sich auch zu später Stunde noch aufwärmen und stärken können. Besonders schätzen sie das griechische Restaurant Aristo, die Hausmannskost im „Goldenen Löwen“, das japanische Eis an der Ortsdurchfahrt und die Spezialitäten des örtlichen Bäckers, der den Dorfkonsum betreibt.
Die Eltern von zwei erwachsenen Kindern haben ihr neues Leben am Haff gut organisiert und fühlen sich in der Gemeinschaft von Mönkebude wohl aufgehoben. Dennoch bleibt die Verbindung zur alten Heimat stark.
Die Rückkehr in die Uckermark: Kulturelle Veranstaltungen locken
Am Mittwoch, dem 22. April, führt Pfarrer i.R. Thomas Dietz ein besonderes Projekt in seiner alten Heimat fort. In der Dorfkirche an der B109 wird er das Malchower Format mit einem Auftritt von Ahmad Mansour fortsetzen. Der israelisch-deutsche Psychologe arabisch-palästinensischer Herkunft wird ab 18 Uhr über die Spaltung Deutschlands durch Extremismus sprechen und die Frage erörtern, ob es sich dabei um eine intellektuelle Selbstzerstörung handelt.
Für diese Veranstaltung sind noch Restkarten erhältlich. Die Dietz‘ rechnen mit einer lebhaften Diskussion – stürmisch könnte es auch in der alten Dorfkirche werden, vielleicht sogar stürmischer als am Haff.
Das Ehepaar beweist damit, dass man zwar seinen Wohnort wechseln kann, aber die Verbindung zur alten Heimat und zu langjährigen Projekten bestehen bleibt. Zwischen der rauen Schönheit der Ostseeküste und den kulturellen Angeboten der Uckermark haben die beiden Rentner eine ideale Balance für ihren Ruhestand gefunden.



