Ein jahrhundertealtes Schiffswrack ist vor der Südostküste Schwedens entdeckt worden. Das hölzerne Wrack werde „einzigartige historische und archäologische Erkenntnisse“ liefern können, erklärten schwedische Behörden am Dienstag. Das Schiff sei bereits Ende vergangenen Jahres während einer Marineübung in der Kalmar-Meerenge zwischen der schwedischen Küste und der Ostseeinsel Öland entdeckt worden.
Ersten Untersuchungen zufolge ist das Wrack sogar noch älter als das berühmte schwedische Kriegsschiff „Vasa“, das seit seiner Bergung in den sechziger Jahren in der Hauptstadt Stockholm ausgestellt wird und aus dem 17. Jahrhundert stammt. „Nach einer dendrochronologischen Analyse eines Teils des Wracks deuten die Ergebnisse darauf hin, dass das Schiff Ende des 16. Jahrhunderts gebaut wurde“, erklärte die Bezirksverwaltung der Stadt Kalmar. Die Dendrochronologie bezeichnet eine wissenschaftliche Methode zur Datierung von Holz und Bäumen.
Die Fundstelle wurde den Angaben zufolge zum historischen Denkmal erklärt und steht unter Schutz. Die Küstenwache kontrolliere das Gebiet, in dem Tauchen, Fischen und Ankern verboten ist. In der Ostsee wurden bereits mehrere hölzerne Schiffswracks in vergleichsweise gut erhaltenem Zustand gefunden. Dies liegt an einer Kombination aus Kälte, Dunkelheit, geringem Sauerstoffgehalt und Brackwasser in den dortigen Gewässern.
Bedeutung des Fundes
Experten hoffen auf „einzigartige historische Erkenntnisse“ aus der Zeit des 16. Jahrhunderts. Die gut erhaltenen Überreste könnten Aufschluss über Schiffbau, Handelsrouten und das Leben an Bord geben. Die schwedische Marine hatte das Wrack zufällig bei einer Übung entdeckt.
Schutzmaßnahmen
Die Behörden haben strenge Schutzmaßnahmen erlassen, um das Wrack vor Plünderung und Beschädigung zu bewahren. Tauchen, Fischen und Ankern sind in der Umgebung verboten. Die Küstenwache überwacht das Gebiet regelmäßig.



