Während Anleger weltweit investieren und von steigenden Kursen profitieren, parken viele Deutsche ihr Geld weiterhin auf dem Girokonto. Diese Zurückhaltung könnte sich als teurer Fehler erweisen. Börsenprofi Jens Chrzanowski, Deutschland-Chef von XTB, beziffert den entgangenen Gewinn auf bis zu 40 Milliarden Euro.
Die Angst vor der Börse kostet Milliarden
Im Rahmen von „Money Mittwoch“ bei BILD erklärte Chrzanowski, dass die Deutschen aufgrund ihrer Aktienangst immense Renditechancen verpassen. Während andere Nationen längst in Aktien investieren und von der positiven Marktentwicklung profitieren, bleibt ein Großteil des deutschen Privatvermögens auf niedrig verzinsten Konten liegen. Die Summe der entgangenen Erträge addiere sich auf beeindruckende 40 Milliarden Euro.
Warum scheuen Deutsche Aktien?
Die Zurückhaltung hat historische und kulturelle Gründe. Viele Deutsche verbinden Aktien mit hohem Risiko und Verlustängsten, die aus vergangenen Krisen resultieren. Dabei zeigen langfristige Studien, dass Aktienanlagen über Zeiträume von mehr als zehn Jahren deutlich höhere Renditen erzielen als Festgeld oder Tagesgeld. Chrzanowski betont: „Wer sein Geld nur auf dem Girokonto parkt, verschenkt Jahr für Jahr Rendite.“
Ein Appell an die Anleger
Der Experte rät daher, zumindest einen Teil des Vermögens in Aktien oder Aktienfonds zu investieren. Dabei müsse man nicht gleich ein Börsenprofi sein. Ein breit gestreuter ETF auf den Weltaktienmarkt könne bereits eine gute Grundlage bieten. Wichtig sei, die Angst zu überwinden und sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn wer nicht investiert, verliert real betrachtet Geld durch die Inflation. Die 40 Milliarden Euro sind ein deutliches Signal: Die Deutschen sollten ihre Einstellung zur Aktie überdenken.



