Stürmisches Wetter befreit Buckelwal vor Poel – Rettungsaktion erreicht Wendepunkt
Stürmisches Wetter befreit Buckelwal vor Poel

Stürmisches Wetter bringt Bewegung in Wal-Rettung vor Poel

Seit fünf Tagen läuft vor der Insel Poel eine beispiellose Rettungsaktion für einen gestrandeten Buckelwal. Ein Team aus privaten Helfern und Spezialfirmen versucht, das stark geschwächte Tier zu bergen. Am Montagmorgen kam plötzlich Bewegung in die Mission – der Wal schwamm, angetrieben durch stürmisches Wetter und Wellengang.

Private Initiative finanziert Rettungsversuch

Die Rettung wird von Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert. Nachdem Umweltminister Till Backhaus die Aktion geduldet hat, läuft die Vorbereitung. Der Plan sieht vor, den Schlick unter dem Wal wegzuspülen, ihn mit Luftkissen anzuheben und auf einer Plane in die Nordsee zu transportieren.

Allerdings hinkt das Team dem Zeitplan hinterher. Am Wochenende gelang die Befreiung nicht, und Verzögerungen durch Bürokratie wurden beklagt. Walter Gunz sagte: „Jetzt brauchen wir ein Wunder.“ Der Wal hat noch keinen GPS-Sender, da Art des Geräts und Klebers geklärt werden müssen.

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Entwicklungen im Live-Blog

Am Montag zeigten sich erste Erfolge: Der Wal schwamm, wenn auch orientierungslos. Boote der DLRG versuchten, ihn ins Fahrwasser zu lenken. Umweltminister Backhaus war vor Ort und informierte sich über den Gesundheitszustand. Der Wal atmet regelmäßig und zeigt Aktivitäten, was Hoffnung macht.

Die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert betonte: „Wir sind nicht hier, um irgendeinem Tier weiteres Leiden zuzufügen.“ Sie sieht eine reelle Chance für das Überleben des Wals, da Buckelwale im Winter wenig Nahrung benötigen.

Kritik und Unterstützung

Greenpeace äußerte Skepsis und sieht geringe Überlebenschancen. Die Band Santiano sprach sich gegen weitere Rettungsversuche aus und warnte vor Stress für das Tier. Dennoch gibt es breite öffentliche Anteilnahme, mit Schaulustigen aus ganz Deutschland.

Der Meeresbiologe Boris Culik begrüßte die Aktion, wies aber auf das Problem von Netzresten im Maul des Wals hin. Ohne deren Entfernung sei der Transport sinnlos. Die Fraktionen im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern diskutieren die ethischen Aspekte.

Aktueller Stand und Ausblick

Der Wal schwimmt nun, aber ohne klare Richtung. Die Rettungsaktion geht weiter, mit Booten und Helfern vor Ort. Die Frage bleibt, ob das Wetter und die Bemühungen ausreichen, um das Tier in die offene See zu bringen. Die Entwicklungen werden im Newsblog verfolgt, mit Updates zu GPS-Sendern und Transportplänen.

Die Rettungsaktion vor Poel bleibt ein emotionales und komplexes Unterfangen, das Deutschland in Atem hält.

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